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Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt

Darüber hat QUARKS (direkt zur Sendung) bereits berichtet. Ich will das Thema ein wenig förderlich in die Beratungen einbringen, ein wenig mehr Druck machen, damit auch mal was passiert. Ein Anruf in Köln beim WDR und fix bin ich mit der Redaktion des von Ranga Yogeshwar geleiteten Fernsehmagazins verbunden. Auf meine Frage weiß man auch sofort die Antwort. Claudia Heiss hat die Sendung über die Keime erarbeitet. Natürlich ist sie heute nicht erreichbar, sie hat sich zurückgezogen um die Texte für die Sendung heute abend zu bearbeiten. Die Bitte ihr meine Rufnummer zu hinterlassen wird abgelehnt. Ich könne ihr ja schreiben. Da verzichte ich dann ganz gerne. Der WDR ist eben auch ein NRW-typisches Bürokratiemonster geworden. Schade drum. Nach dem Autor frage ich erst gar nicht mehr.

Heute beim Bäcker: eine Ansammlung von Riesenvolvos, Riesenaudis, Riesenbmws vor der Tür, kaum Platz zum Parken, fast kein Raum dazwischen die Straße überhaupt noch zu nutzen. Und drinnen die Zeitungsauslage mit Überschriften über den Verdacht gegen dieses Management-Wunderkind Middelhoff, der doch so super … «Da hat der seine besten Jahre für diesen maroden Karstadt-Konzern geopfert, und jetzt das.» Absurd, diese Weltwahrnehmung der kleinen Heuschrecken in Schlachtensee, selber wie Maden im Speck lebend haben die überhaupt keinen Sinn mehr für die Realität, glauben tatsächlich, sie und ihresgleichen täten diesem Staat was Gutes.

Momentan, so scheint es, ist nicht die SPD-Gesundheitspolitik die größte Gefahr für die PKV, sondern die strukturelle Kurzsichtigkeit der Spitzenorganisationen von Ärzten und Zahnärzten.

Die Zukunft der PKV

Tja, «weiter so!» möchte man den Minderheitenvertretern neuer Ärztebündnisse da zurufen als engagierter Patient. Damit endlich Schluss ist mit der Ausnutzung des Kinderglaubens der PKV-Versicherten: für weniger Beitrag immer und auf Dauer mehr und bessere Leistungen bekommen zu können. Ist doch auch wirklich irre: wer das glaubt hält bestimmt auch HypoRealEstate für einen kleineren Betriebsunfall.

Gesundheit

Olaf zu Gesundheit

Das günstigste stationäre Lesegerät kostet nach Herstellerangaben 344 Euro. Als Pauschale erhalten die Praxen in Nordrhein 430 Euro. Die Differenz von 86 Euro behält die Praxis.

Die ersten Anträge auf Erstattung der Kosten für eGK-Lesegeräte gehen ein

Da darf man schon fragen ob es sich um eine versteckte Subvention handelt oder die Verhandler der Gesetzlichen Krankenkassen schlicht nicht richtig mit Versichrtengeldern umgehen können.

Auch der Bundesdatenschutzbeauftrage Peter Schaar sieht Vorteile beim Einsatz der eGK: „Die derzeitige Versichertenkarte ist schlechter abgesichert als die eGK.“

So isses, aber das wird von den Fundamentalisten der Datenschutzfraktion genausowenig zur Kenntnis genommen werden wie die Notwendigkeit den Missbrauch des Gesundheitssystems endlich wirksam zu bekämpfen, damit nötige Leistungen weiter bezahlt werden können. Damit meine ich: wir brauchen Beitragspflicht für alle Einkommen, der Besitzer von Mietskasernen darf sich nicht mehr neben Millionenmieten beitragsfrei noch mit einem fingierten 400-Euro-Job alle Vorteile der GKV abgreifen, der 40-köpfige Verwandschaft des Imbissbudenbesitzers darf nicht mehr mit solchen Minijobs die ganze Familie absichern zu Lasten der Versichertengemeinschaft. Und Ärztehopping gehört eben auch einmal gründlich aufgedeckt und dann unterbunden oder privat bezahlt.

Ab dem 4. Medikament sinkt die Compliance eh auf 30%. Manchmal könnte man meinen, der Patient weiß instinktiv warum…

Assistenzarzt

Westerwelle?

So viel Zahnwälte, die allenfalls FDP wählen würden, gibt’s in ganz Mitteleuropa nicht.

Die Sargnagelschmiede: Westerwelle komplett gaga:

Wie treffend. Nach so einer Formulierung habe ich gesucht als mich das Radio mit den «Informationen» über fast 100%ige Wahlergebnisse erschreckte.

Die Kassen sollten nur noch die nötigsten Leistungen übernehmen. Alles andere müssten Patienten selber oder per Zusatzversicherung finanzieren.

Gesundheitspolitik – Kasse soll nur bei schweren Erkrankungen zahlen

Jörg-Dietrich Hoppe hat’s schwer erwischt. Hoffentlich kann ihm jemand helfen. Ich kenne ihn noch aus guten Tagen, ist aber lang her. Und Dörner ist in Rente, dabei könnte der vielleicht jetzt helfen.

Das Sanieren der Kassen geht übrigens einfacher: Beitragspflicht für alle, Leistungen nur im Fall nachgewiesener Gesundheit zur Behandlung von Krankheit, keine Prophylaxen mehr, die nicht evidenzbasiert sind, keine Leistungen für andere denn die Beitragszahler. Die Schulden wären in wenigen Monaten bezahlt, ab dann nur noch Gewinne. Man könnte glatt die Verluste der Bankheuschrecken dann damit bezahlen.

Ich jedenfalls hatte am Ende dieses Abends das Gefühl, dass meine Zuhörer uns Ärzten wieder ein bisschen näher gekommen sind.

Am Rande der Lesung – aerztlichepraxis.de

Da sind wir Patienten doch glücklich wenn wir unsere Ärztinnen und Ärzte wieder mal seelegepflegt haben. Wer Populismus nett findet sollte das Blog in seine Leserunde aufnehmen. Wer sich über Populismus ärgern will hat dort die Gelegenheit dazu. Die Dame schreibt auch Bücher (für die Totholzverliebten).

… Initiative von SPD und CDU/CSU, die Eingangsvoraussetzung zur Krankenpflegeausbildung auf Hauptschulniveau abzusenken …

Deutsches Ärzteblatt: “Experten warnen vor Absenkung des Bildungsniveaus in der Pflege”

Ob die Warnungen eine Einsicht bei den Politikerinnen und Politikern dieser Restkoalition der Gutwilligen auslösen können? Ich habe Zweifel. Aber in dieser Legislatur werden die Ahnungslosen nichts mehr bewirken können. Das beruhigt noch für kurze Zeit.

Patient View

Was erwarten diese neoliberalen Denkfabriken von Patientenverbänden?

Stationäre Aufnahme: Patientenverbände als Ziel neoliberaler Netzwerke

Es ist für mich doch immer wieder erstaunlich wer sich alles von solchen Kampagnen missbrauchen lässt. Diese Informationsquellen stehen allen meinen Kolleginnen und Kollegen in der Selbsthilfe zur Verfügung, genutzt werden sie aber nicht oder es unterbleiben die Konsequenzen.

… hat vor kurzem aufgemacht. Heute war ich zweimal dort. Habe mit meiner Tochter über 40 Minuten auf ein Omelett mit Pilzen gewartet. Die Rechnung habe ich dann sofort verlangt um nicht noch einmal so lange auf den langsamsten Kellner Berlins warten zu müssen. Trinkgeld gibt es natürlich nicht für so eine Null-Leistung. Hat der Herr mir die letzten 10 Cent Wechselgeld in 1-Cent-Stücken gegeben. So kam das. Mein Besuch zweimal: zum ersten und zum letzten Mal. Da bin ich ungeheuer nachtragend.

Besonders umstritten waren die Gentests bei Ungeborenen. Eine Mehrheit gab es nur für Tests auf jene Krankheiten, an denen Kinder ab der Geburt leiden, wie dem Down-Syndrom. Verboten aber sind Gentests, die nur eine Veranlagung für Krankheiten im Erweachsenenalter  belegen könnten.

Unerträglich ist nur mein Leiden an solchen Formulierungen. Wer Menschen mit Down-Syndrom kennt, der weiß, wie die nicht leiden. Nicht alle Menschen sind so friedliebend und freundlich all ihrer Umgebung gegenüber. Diese Schmnalspurethiker von RTL sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Wäre schade, wenn nur noch Menschen, perfekt wie solche Journalisten, übrig blieben.

http://www.podcast.de/episode/1204477/RTL_Aktuell_24.04.2009

Das ist ein Super-GAU für den medizinischen Wissenschaftsbetrieb.

Stationäre Aufnahme: US-Schmerzforscher als Studienfälscher entlarvt

„Geben Sie das Kind in ein Heim. Sie wird nie sitzen, laufen oder gar schreiben und lesen können“

VIER LEBEN – Ein Dokumentarfilm von Cornelia Thau
Manche Professoren reden einfach dummen Scheiß daher.

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Kommentare

  • Wolf: Wie sie es erleben (fern und ignorant gegenüber jeder Realität) ist ihre Sache. Wenn sie aber unter Auslassung...
  • Claudia: Danke für die Erläuterung. Dass sie gegen die KV wettern (ich bezieh mich nicht auf bestimmte Fälle und hab...
  • Wolf: Hausärzteverband, Selektivverträge und so. Sie beschimpfen ihre eigene Monopolgarantiestelle KV in so...
  • Claudia: Was meinst du mit dem letzten Satz? Inwiefern “knacken Ärzte ihr eigenes Monopol” ? Dass sie...
  • Herrmann: Der Saftladen ändert sich nicht, und den Auftrag bekommt der auch immer zugeschoben, da ist keine...