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Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt

Scheinriesen

Politikerinnen sind manchmal Scheinriesen: je näher man ihnen kommt, je kleiner sehen sie aus. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Unionsgrandin Katherina Reiche: mit Getöse ein Weblog aufgemacht, bis einen Tag vor der Bundestagswahl dort auch getönt, dass die Regierung nix tauge. Aber am Wahltag auf Tauchstation und nicht wieder hochgekommen. Ach, wäre sie doch nur auch bioethisch so schweigsam, sie könnte Philosophin genannt werden.

Rauchverbote

Als ehemaliger Raucher (habe am 30.11.05 aufgehört und vorher nicht weniger als eine Schachtel am Tag vernichtet und damit die Schwangerenvorsorge, den Kampf gegen den Terror und überhaupt unseren Staat alimentiert) ist mir das Thema nicht wirklich wichtig. Aber wenn Rauchverbote gefordert werden unter dem Label des «Nichtraucherschutzes», dann geht mir das als weiterer Eingriff des Staats in die Bürgerrechte zu weit. Ausgerechnet der größte Nutznießer des Rauchens wird von gutmeinenden Politikern zum Anti-Rauchen-Insitut aufgebaut, lächerlich. Und wer in Blogs anonym gegen Rauchen wettert macht die Forderungen nicht glaubwürdiger.

Gelacht

Durch Jörg Kantel bin ich auf Mathematiker (nein, nicht auf den Hund) gekommen und auf solche, die in Mathe schon immer schlecht waren. Und von dort dann zu Kassandra und ihren Geschichten von, über und überhaupt Mathematikern. Hat mir gefallen mich mal wieder im Netz treiben zu lassen, mache ich in letzter Zeit sehr selten.

«Teurere Medizin muss auch mehr Nutzen für den Patienten haben», so könnte man den aufregendsten Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) in Sachen Insulin Analoga zusammen fassen. Das Deutsche Ärzteblatt ist auf weitere Beschlüsse gespannt, BAG Selbsthilfe und Deutscher Diabetiker Bund schäumen, der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller sieht “selbstherrliche Forscher” am schändlichen Werk, das vielkritisierte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen bleibt trotz Morddrohungen gegen den Geschäftsführer dabei: “Kurzwirksame Insulinanaloga bei Diabetes Typ 2: Überlegenheit ist nicht belegt”.

Auch wenn der Redakteur den Unterschied zwischen einem Phyrrussieg und einem Pyrrhussieg nicht kennen sollte, seine Einschätzung der Qualität unserer Forschungsministerin deckt sich mit meinem Eindruck: Sie kann nicht einmal Schwäbisch. «…, so ist inzwischen doch klar, dass angesichts der beschlossenen Regelung von einem “Mehr an Lebensschutz” ebenso wenig die Rede sein kann, wie davon, dass der gefundene Kompromiss “keine finanziellen Anreize für die Zerstörung von Embryonen” schaffe. …»

Die Tagespost

Für wie blöd hält das junge alte Mädchen, das früher mit einem Bild spamte, die Empfänger eigentlich?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zunächst will ich Ihnen für Ihre Assoziation danken, die das Interesse erklärt, daß Sie an die Behinderten zu tragen. Ich nehme Ihr hohes zur Kenntnis, das ich ein junges verheiratetes altes marokkanisches Mädchen von 31 Jahren bin, und ich in Frankfurt am Main wohne, …

«Untersuchungen und klinische Erfahrungen zeigen, dass der orale Gesundheitszustand bei vielen Menschen mit Behinderungen deutlich schlechter ist als in der Allgemeinbevölkerung.», meint der Bundesverband Körper- und Mehrfachbehinderte belegen zu können. Mit den Patientenvertretern im Gemeinsamen Bundesausschuss hat der Verband aber keinen Kontakt aufgenommen um das zu verändern.

Menschen mit Behinderung und ihr Verhältnis zu Medizin – ein schwieriges, aber auch interessantes Thema. Es gibt kaum eine andere Gruppe von Menschen, deren Leben so stark mit medizinisch-therapeutischen Eingriffen durchsetzt ist. Und auch kaum eine Gruppe, deren Haltung so ambivalent ist, so hin- und hergerissen zwischen dem oft negativen Erleben medizinischer Macht und dem Wissen, dass Medizin gerade für sie oft lebenserhaltend, lebensverlängernd oder überlebenswichtig ist.

Der mit dieser Tagung angestrebte Dialog zwischen medizinischen Fachkräften, Eltern behinderter Kinder und Menschen mit Behinderung soll zu einer Sensibilisierung gegenüber der Situation von Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen im Medizinsystem beitragen.
Angeregt durch Vorträge, Praxisbeispiele und die Erfahrungen der Teilnehmenden geht es um eine kritische Bestandsaufnahme und die Entwicklung von Perspektiven: Was brauchen Eltern, Menschen mit Behinderung und Fachkräfte für eine gute Behandlung, für gute Erfahrungen? Wie können Unverständnis, Verletzungen und Übergriffe vermieden werden?

BV Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.

Es geht dem Autor (Rechtsanwalt Dr. Christian Ostermeier) um das noch nicht in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Wie die vom Gesetz vorgesehene Antidiskriminierungsstelle beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besetzt werden und arbeiten soll ist auch ihm unklar.

«Die positiven Tendenzen in der Pflege hin zu mehr individueller Betreuung werden durch die demnächst veröffentlichten Zwischenergebnisse einer Repräsentativerhebung des Forschungsprojekts „Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in Einrichtungen“ belegt. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Studie zeigt im Vergleich zur Erstuntersuchung von 1994 eine deutlich verbesserte Betreuung hilfe- und pflegebedürftiger Menschen. Auch die vollstationäre Versorgung bietet zunehmend differenzierte Betreuungsangebote, die den individuellen Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Diese Entwicklung ist noch nicht flächendeckend; der Trend geht jedoch von der Pflege in der Großeinrichtung hin zur individuellen Betreuung unter Einbeziehung von Familienangehörigen und ehrenamtlichen Helfern.»

Klar, wenn die Fachkraftquote immer weiter gekürzt wird, immer weniger Fachpersonal immer mehr Pflegebedürftige betreuen soll, dann kann es nur bei Ausbeutung der Angehörigen und Ehrenamtlichen besser werden. Dass die Studie das alles toll findet wundert nicht. Von wem wurde sie nochmal bezahlt?

Bin gerade auf ein Blog gestoßen, auf dem die Mailadresse wie folgt «gestylt» ist:

a:hover {1px solid #b3b3b3}

Der Unterstrich führt natürlich dazu dass beim Hover (Maus über Bildchen) das ganze folgende Text- und Grafiksammelsurium ein paar Millimeter zuckt. Kommt immer wieder (auch mit neuen Umbrüchen) vor, wenn Hover zur Fettschrift führt. Die Zappelei nervt.


Col de la croix de fer

Urlaub, drei Wochen, Pyrenäen, Mittelmeer, Seealpen, auch Col de la Croix de Fer, Tour de Fance, Erinnerungen, Sehnsucht nach September

Es ist schon merkwürdig: da gibt es in Berlin einen Online-Shop, der führt ein von mir begehrtes Objektiv zum Preis von EURO 1682,27. Lieferbar sei es in 2-3 Tagen wird auf der Website behauptet. Ein Anruf beim Betreiber und eine freundliche Anfrage, ob der Artikel auch vor Ort abgeholt werden könne bringt folgende Information: Ja, aber nur bei vorheriger Anzahlung werde er bestellt. Außerdem koste er dann 1780 EURO. Damit ist der günstige Online-Preis ad absurdum geführt: für den Verzicht auf Dienstleistung wird ein Mehrpreis von 100 EURO verlangt. Das verstehe wer will.

«Vollbracht» war eine euphorische Übertreibung. Denn die Installation hat zwar funktioniert, aber bei den Einstellungen hapert es sofort: ich kann keine vernünftigen Permalinks bestehend aus Domain.TLD/Jahr/Monat/Tag/Titel/ erstellen. Die erforderlichen Eintragungen in die htaccess sind gemacht, mod_rewrite ist sowieso on (die Zeilen also gelöscht), aber keine andere als die Standardeinstellung geht für den Zugriff zu den Artikeln. Zwar werden aus den Überschriften die jeweils gewünschten Links, beim Besuch kommt aber jeweils die 404. Das Zurück auf eine ältere PHP-Version hat es auch nicht gebracht, bin ratlos und angesäuert.

Gitarre

Erik Mongrain ist ein Gitarrist der besonderen Art … schreibt «Der Männerblog»

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Kommentare

  • Marie Jakobs: MAFIÖSE ZUSTÄNDE IN DER ALTENPFLEGE. Wenn eine junge Frau einen 18-Jahre älteren Ehemann hat,der...
  • Wolf: Wenn Du die Leute kennst, in der Szene schwerster Behinderung lebst, dann erkennst Du in den komischen...
  • Svenja-and-the-City: Hat mir auch ganz gut gefallen. Ein netter Film, aber auch kein Markerschütterer, finde ich.
  • Svenja-and-the-City: Wow. Das ist ein unglaublich interessanter Satz, der mir sehr gefällt. Aber was ist mit all...
  • Günter Schütte: Mir scheint, das hat weder mit Apple noch was mit der Herstellerfirma sondern am ehesten mit der...

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