Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
2 Okt
Es gibt eine Neufassung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek. Stark verkürzt: jeder Beitrag im deutschen Internet ist vom Website-Betreiber dort “abzuliefern”. Das geht nicht, das ist Unsinn, die Bibliothek weiß nicht einmal wie sie das annehmen sollte. Aber die Bibliothek darf ein Ordnungswidrigkeitengeld festsetzen und eintreiben. «Im Ergebnis ist das Gesetz ein Skandal. Jeder Betreiber einer deutschen Internetseite wird über Nacht zum Delinquenten einer Ordnungswidrigkeit gemacht und hängt mittelfristig von der Gnade einer selbst heillos überforderten Institution ab.» Das Zitat aus dem BerlinBlawg mache ich mir zueigen, ich distanziere mich nicht. Ich hätte es noch drastischer ausgedrückt. Bei der Masse (Menge, nicht Qualität) dessen, was deutsche Ministerialbürokratie so über den Abgeordneten ausschüttet von denen wahrlich genug, aber nicht alle Juristen sind!) ist es kein Wunder, wenn die nicht mehr so ganz genau zu wissen scheinen, was sie tun.
29 Sep
Also so eine Analyse hätte ich der WELT überhaupt nicht zugetraut:
Aus Sicht des durchschnittlichen Abgeordneten zerfällt das Volk, das er vertritt, in zwei große Blöcke: in die einen, die Wohltaten erhalten, und die anderen, die dafür bezahlen müssen. Regierungskunst im Wohlfahrtsstaat besteht in dem Talent, die Stimmen der einen, der Bittsteller, der Anspruchsberechtigten und der Zuwendungsempfänger, mit dem Geld zu kaufen, das man den anderen vorher abgenommen hat.
Vielleicht ein Fehler, dass ich die Zeitung zu Zeiten des Altkanzlers letztmalig gelesen habe und seitdem nicht mal mehr mit dem Rücken anschaute. Wer sich die Quelle anschaut: unbedingt auch die weiteren Artikel zum Thema lesen.
29 Sep
Spätestens seit die Apotheker so juristisch umfangreich hinter dem Versandapothekenunternehmen DOC MORRIS her sind müssen sie es sich auch gefallen lassen, dass man mal genauer nachschaut, wer denn bei den Apothekerinnen und Apothekern so was an wirtschaftlichen Interessen erkennen lässt (neben der ordnungsgemäßen Ausübung des Berufs in der einzigen erlaubten eigenen Apotheke!). Da scheinen einige Leute noch viel Zeit übrig zu haben (wahrscheinlich viele angestellte Apother für die Arbeit in der Apotheke) sich wirtschaftlich höchst verflochten dem Geldverdienen zu widmen.
28 Sep
Bin aus dem Urlaub zurück. War nix. Wäre besser hier geblieben. Hinterher ist man ja immer klüger. Jedenfalls manchmal. Wenn “BMW” wieder einmal mit “bring-mich-werkstatt” ausformuliert wird werde ich schweigen. Ich weiß es schließlich besser: Werkstatt nützt nicht wirklich viel. Aber dazu später mal.
28 Sep
Die Abschaffung der Gleichberechtigung der Frau ist unverzichtbare Voraussetzung für eine Ende islamistischen Terrors. Nur konsequent. Die Argumentation ist sauber. Sicherheit ist schließlich unverzichtbar.
Sehr geehrte Frau Fiedler,
ja, ich würde gerne mal mit der Partei und denen, die darin meinungsbildend tätig sind, über die Probleme rund um Behinderung, Eltern, Erziehung, Kita, Schule sprechen. Das ist ein nicht ganz langweiliges Thema.
Ich war, als Neubürger, schon sehr überrascht, als mir die Sekretärin “meines” Bezirksbürgermeisters bei einem Anruf und Bitte um einen Termin bei Letztgenanntem mitteilte: “Herr Bürgermeister hat keine Bürgersprechstunde, der redet nicht mit Bürgern.” Das war ich aus meinem bisherigen Wohnort ganz anders gewohnt. Und da regiert auch die SPD.
Damals habe ich entschieden: äußerste Zurückhaltung gegenüber lokal agierenden Politikerinnen und Politikern in Berlin, noch schärfere Zurückhaltung gegenüber allen Behörden dieser faszinierenden Stadt. Das mit den Behörden und der Enthaltsamkeit hat nicht geklappt, aber das ist eine andere Geschichte.
Und jetzt die freundliche Einladung des Teams Kommunikation und Kampagnen. Nehmen Sie es nicht persönlich, sie haben einfach Pech wegen meiner Vorerfahrungen. Machen Sie das Beste draus.
Mit freundlichen Grüßen
28 Aug
Berlin-Steglitz, ehemals Kilala, dann Konkurs und entmietet, dann Kila. Wenn ich vom Friseur komme schaue ich auf das Schaufenster. Innen sind ein paar Bauten, ähnlich denen bei amerikanischen Frittenbuden. Mütter gehen gerne mit den Kleinen dort hin: die sind beschäftigt und die Mütter können in Ruhe frühstücken oder Latte konsumieren.
Anscheinend haben die Mütter nicht genug konsumiert. Das haben sie jetzt davon.
Erst sollte es ohne Embryo-Zerstörung gegangen sein: die Gewinnung von Stammzellen. Doch jetzt muss die (früher?) angesehene Zeitschrift «Nature» eine, nein gar zwei Richtigstellungen bringen. Eine Fälschung sei es nicht, nur ein Fehler der Presseabteilung, meinen LVZ online und dpa.E
Ergänzung:
29.08.06 – Financial Times Deutschland
28.08.06 – FAZ
26 Aug
… nicht vergessen: Akku tauschen!
«Apple hat festgestellt, dass bestimmte Lithium-Ionen-Batterien, die von der Sony Corporation in Japan hergestellte Zellen enthalten, ein Sicherheitsrisiko darstellen, das in seltenen Fällen zu einer Überhitzung führt.
Die betroffenen Batterien wurden von Oktober 2003 bis August 2006 weltweit für die Verwendung der folgenden Notebook-Computer verkauft: 12″ iBook G4, 12″ PowerBook G4 und 15″ PowerBook G4.»
26 Aug
Die Wetterfichte hat es gefunden, hält es aber nicht für gesund. Typisch deutscher Skeptizismus (kleines Latinum, für irgendwas muss es ja mal gut sein, gell, Herr Elo?)
Handakte Weblawg lauscht dem Gras beim Wachsen. Also ein Körnchen Wahrheit wird schon dran sein, alles wird noch nicht so stimmen, jetzt ist die Zeit der Lobby die Abgeordneten ordentlich unter Druck zu setzen. Was dann vom Referentenentwurf übrig bleibt? Schaun mer mal.
25 Aug
Na gut, die Website ist irgendwie komisch (netter kann ich einfach nicht), aber der Laden, seine Bedienung, das Publikum … einfach gut. Ach ja: geschmeckt hat es auch noch und «Mitte-Alarm» (was wohl soviel heißt wie: viele Schnösel, die sich wichtig tun und exorbitant hohe Preise) ist auch nicht trotz W-lan.
25 Aug
Rechtzeitig zu dem hier eintreffenden Herbstwetter mit Regen, Hagel, Stürmen und wieder Regen, abgewechselt mit schattigen Tagen niederer Temperaturen, werde ich Südfrankreich unsicher machen: nach Ankunft in Narbonne geht es zum Atlantik, von dort kreuz und quer durch die Pyrenäen, am Mittelmeer entlang bis zu den Seealpen, von dort begebe ich mich zurück auf Los, gehe allerdings noch über diese und jene schöne Straße in eben diesem Alpenteil, dann ein wenig Vercors (da träume ich seit meinem ersten Besuch vor einem Jahr von), und in München besteige ich den Autoreisezug wieder.
Ulla Schmidt ist doch viel besser als ihr Ruf, vor allem bei Ärzten und Krankenkassen. Schon weil alle so einig gegen sie polemisieren hat sie bei mir einen Stein im Brett. Weiß denn jeder Leser was für ihn der Unterschied zwischen einem Krankenkassenbeitrag von 15.5% und einem solchen von 16,0% ausmacht? Damit das mal deutlich wird: bei 2000 Euro Gehalt wären das 10 Euro, je zur Hälfte für den ach so armen Arbeitgeber und den Arbeitnehmer. Bei 4000 Euro … also das überlasse ich nun Eurem mathematischen Genie. Noch ein Tipp für Raucher: ungefähr zwei Schachteln Zigarretten und ein kleines Bier weniger im Monat (!), schon wäre es gegenfinanziert.
«Die Rechtslage ist lückenhaft und widersprüchlich, sagt Christoph Then. Die Politik lässt dem Patentamt den Spielraum, die Gesetze auf seine Weise zu interpretieren. Das heißt meist nichts Gutes, da sich die Behörde durch Gebühren aus den Patenterteilungen finanziert.» Im Zusammenhang mit meinem Hinweis gestern liest sich das Unterfangen der Wisconsin Alumni Research Foundation schon überhaupt nicht mehr so harmlos. Erst sollen die Inhaber für nix das Zeug rausrücken, dann wird es schnell patentiert und zurück bekommt man es nur gegen ordentlich Bares. Und was macht unser Bundestag dagegen? Nix, weil: nicht zuständig.
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