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Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt

titelt DER TAGESSPIEGEL heute. Das verstehe ich gut, dass die Patientenbeauftragte von Berlins größtem (privatisiertem?) Krankenhausträger Kritik anmelden muss. Wie sie allerdings ihre Kritik glaubhaft halten will, wenn sie ausgerechnet mit den Privatisierungsideologen von Bertelsmann ein Informationsportal eröffnen will (und welche finanziellen Interessen da wohl hinter stehen?), das bleibt mir schleierhaft. Als ob es nicht bewährte und ausbaufähige Informationsangebote gebe? Nein, die sollen anscheinend mit den Liberalisten zusammen geschliffen werden. Oder es soll so einen Wust von Portalen geben, dass hinterher niemand mehr durchblickt und alle kostenpflichtige Beratungsleistungen in Anspruch nehmen müssen. Das wiederum sichert dann Arbeitsplätze. Ob’s der Gesundheit noch dient?


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Boys need toys, und wenn die Boys sich dann irgendwann mal rasieren (sollten) werden die toys einfach teurer, mehr ändert sich nicht. Donnerstag bestellt, telefonisch erkundigt: «Ist an Lager und geht sofort raus.» Heute von der Post abgeholt (immer schellt der Paketbote mich aus dem Mittagsschlaf, nur gestern kam er erst kurz vor 16.00 Uhr, da war ich schon weg). Und dann habe ich das Paket voller Vorfreude ausgepackt.

… zitiere ich aus gegebenem Anlass:

Ein Politiker, der einen Flug antreten muß, erkundigt sich bei einem Mathematiker, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, daß eine Bombe im Flugzeug ist.
Der Mathematiker rechnet eine Woche lang und verkündet dann: “Die Warscheinlichkeit ist ein Zehntausendstel!”
Dem Politker ist das noch zu hoch, und er fragt den Mathematiker, ob es nicht eine Methode gibt, die Wahrscheinlichkeit zu senken.
Der Mathematiker verschwindet wieder für eine Woche und hat dann die Lösung.
Er sagt: “Nehmen sie doch selbst eine Bombe mit an Bord.
Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Bomben an Bord sind, ist dann das Produkt: /10000*1/10000 = eins zu Hundert Millionen.
Damit können sie beruhigt fliegen!”
Kassandras World

Und die Sache mit Dilbert sollte man auch unbedingt nachlesen. In Berlin ist bald Wahl.

«Durch sozialpolitische Einflussnahme auf die staatliche Ebene im Landtag und in den jeweils zuständigen Ministerien sowie durch Aufklärung und Information der Öffentlichkeit wirkt die LAG SB NRW darauf hin, behinderte und chronisch kranke Menschen an allen sie betreffenden Entscheidungen wirksam zu beteiligen.» schreibt die LAG SB NRW auf ihrer Website unter der Rubrik «Arbeitsfelder». Unter Aktuelles ist als aktuellster Termin ein solcher vom Mai 2005 ( “Informierte Patienten” – Impulse und Anregungen für einen Paradigmenwechsel in der Arzt-Patienten-Beziehung) aufgeführt. Schnarchsäcke am PC oder Subventionsmissbrauch? Hallo Landesregierung: aufwachen, prüfen, abstellen!

Ministerin ./. Kassen

Unter den Bedingungen (“Wir erlauben und begrüßen ausdrücklich das Zitieren unserer Dokumente sowie das Setzen von Links auf unsere Website, solange kenntlich gemacht wird, dass es sich um Inhalte der Website des BMG handelt und diese Inhalte nicht in Verbindung mit Inhalten Dritter gebracht werden, die den Interessen des BMG widersprechen.”) setze ich keinen Link, denn ich behalte mir meine Meinung vor, auch wenn sie meinen Volksvertretern mal passt und mal nicht passt.

Ulla Schmidt am 02.08. vor Vertretern der 50 größten Gesetzlichen Krankenlassen:

«Im Übrigen hat an allen Beitragssatzerhöhungen die Politik Schuld, die Verschiebebahnhöfe organisiert, sich nicht an die Pharmaindustrie traut oder der Ärztelobby nachgibt, während Beitragssatzsenkungen natürlich alleinige Folge klugen Kassenmanagements sind.»

«Die Akribie, die jetzt bei der Vorbereitung einer politischen Kampagne an den Tag gelegt wird, hätte ich mir bei der Eindämmung der Arzneimittelausgaben oder bei der Durchsetzung von Patientenrechten (z. B. bei der Terminvergabe) oder bei Reaktionen auf die Ärzteproteste gewünscht.»

Beifall, Frau Ministerin. Entweder ist die Große Koalition sich fast unbemerkt geradezu unheimlich einig oder Sie spielen professionell. Aber in beiden Fällen: das imponiert mir als Patientenvertreter sehr!

Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist jenseits von Vergütung und Pharamindustrie wichtig stellt DIE ZEIT in einem Artikel von Harro Albrecht dar. Er hat schon einige Medizinthemen erfreulich durchdrungen. Und dass seine Formulierung von der «Halbgötterdämmerung» nicht nur auf positive Resonanz gestoßen ist spricht nicht gegen seinen Ansatz das politische Gesundheitsproblem anzugehen.

«Wer dem Dornfinger begegnet, sollte sich nicht beißen lassen, aber auch nicht wild draufschlagen: Er steht auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten und hat Gerüchten zufolge einen Sammlerwert von 200 EUR.» schreibt das Hauptstadtblog.

Das ich das noch erleben durfte …

Quality sein Blog macht klar was Sache ist.. Dem sollte mal ein kerniger Atommanager die Meinung sagen. Wo das doch alles so sicher ist. Der bläst sich vielleicht auf, sowas von aufgeblasen und dicke Backen …

«Lieber PostBank Mitglied
Wegen der Interessen,für die Sicherheit und Vollständigkeit des PostBank Kontos haben wir diese Warnmeldung herausgegeben. PostBank Internet-Bankverkehr verkündet ihren neuen SSL Aufsteigenbediener als Teil unserer fortfahrenden Verpflichtung, um dein Konto in diesem Jahr 2006 zu schützen und den Fall des Betrugs auf unserer Web site zu verringern. Wenn du Nehmen 5-10 Minuten aus deiner on-line-Erfahrung heraus gefallen und deine persönlichen Aufzeichnungen aktualisieren könntest, läufst du nicht in irgendwelche zukünftigen Probleme mit dem on-line instandhältst. Sobald du aktualisiert hast, notiert dein Konto dein Postbank konto.service wird nicht unterbrochen und fortfährt als Normal
Um deine PostBank Aufzeichnungen zu aktualisieren die folgende Verbindung an klicken Unter. .»

Ich war drauf und dran …

Dass in manchen Pflegeheimen die zu Pflegenden mehr Pflegebedarf haben (in Minuten nach ihrer Pflegestufe) als Personal da ist und Arbeitszeit hat (in Minuten nach Tarifvertrag) ist kein Geheimnis. Es soll aber besser eins sein meint angeblich nicht nur ein Berliner Gericht. Der Blogbeitrag ist schon ein wenig angegraut, ich habe ihn aber erst heute gefunden. Wer im Netz nach «Claus Fussek» oder nach «Abgezockt und totgepflegt» sucht (ich bin weder verbrüdert noch bekomme ich Provisionen) bekommt mehr zu diesem vernachlässigten Thema.

«Den Sonnenanbetern empfehlen Bernhard: “Gebräunte Haut wirkt zwar auf den ersten Blick attraktiv, altert aber schneller. Sonnenbaden darf nur mit dem notwendigen Schutz und mit Köpfchen betrieben werden.”» steht in einer heute verschickten Pressemitteilung des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Mag ja sein. Dass die Kassen beim Besuch eines Hautarztes aber nur noch das Ansehen der Haut im Detail bezahlen, eine Gesamtinspektion jedoch nicht, scheint in diesem Zusammenhang fragwürdig. «Rund 60.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen der Ultravioletten-Strahlung.» Sind die volkswirtschaftlichen Kosten denn zu vernachlässigen? Gibt es mehrheitlich andere Gründe für Hauptkrebs als die Sonne? Mal nachfragen.

Soll ja trotz knapper Kassen und Partikularinteressen der Tätigen noch Ethik im Krankenhaus geben. Mal nachsehen ob das stimmt.

Dass es in den Tarifverhandlungen der Ärzte zur Zeit um mehr Geld und nicht um die Arbeitsbedingungen (die die ärztliche Berufsgruppe sich ja weitgehend selber macht) geht, hat sich noch nicht bis zum Parteibuch herumgesprochen.

Scheinriesen

Politikerinnen sind manchmal Scheinriesen: je näher man ihnen kommt, je kleiner sehen sie aus. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Unionsgrandin Katherina Reiche: mit Getöse ein Weblog aufgemacht, bis einen Tag vor der Bundestagswahl dort auch getönt, dass die Regierung nix tauge. Aber am Wahltag auf Tauchstation und nicht wieder hochgekommen. Ach, wäre sie doch nur auch bioethisch so schweigsam, sie könnte Philosophin genannt werden.

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Kommentare

  • chefarzt: So macht backen Spaß. Toll, was man alles mit Photoshop zaubern kann …
  • Schreckgespenster: Ich war letztens eine Woche im Krankenhaus. In der Zwischenzeit habe ich 2 Ärzte gesehen. WOW!...
  • SuMu: na, der darf doch nicht mit dem Laptop so auf den Beinen rubbeln ;-)
  • Wolf: Das halt ich aus, bin angepisst werden gewöhnt. Homöopathie-Werbung halte ich für Spam, mein Blog meint das...
  • lupo: Ich weiß ja nicht, wie viele Besucher Du so im Schnitt hast… davon hängt nämlich ab, wie viele...