Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
16 Jan
No more bad sex
Dank an Sigrid Neudecker und TASTiSKANK
15 Jan
Das Verhalten mancher Ärzte hält er für nicht akzeptabel, sagte er im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt.
Deutsches Ärzteblatt: “Hoppe will korrekten Umgang mit individuellen Gesundheitsleistungen”
Ja, ja, die Ethikabteilung der Ärzteschaft, sehr nett mal wieder. Und der Monetik-Chef heißt Köhler. Der kümmert sich um die Interessen der «Firma Arzt».
… falls die Bundesregierung dem Vorhaben der EU-Kommission zur 13-jährigen Speicherung von Fluggastdaten zustimmt
Schnüffelblog: Datenspeicherung – die nächste Verfassungsbeschwerde droht
… halte ich die Ministerinnen und Minister endgültig für bekloppt. Sacht ma, kann man so dämlich sein so viele Daten völlig ohne Sinn und Verstand speichern zu wollen? Was soll ich von der EU halten? Oder waren es erst die Ministerinnen und Minister der EU-Mitglieder, die das beschlossen haben, und sich im jweils eigenen Land jetzt auf «eine Vorgabe aus Brüssel» berufen wollen? Ist ja alles schon vorgekommen bei den scheinheiligen Führungspersönlichkeiten.
Wenn in den USA Freiwillige für medizinische Versuche gesucht werden, melden sich dazu regelmäßig nur wenige Schwarze. Das hat historische Gründe.
Spätfolgen eines perfiden Versuchs – sueddeutsche.de
Tja, Menschenversuche, da hat sich die Pharmaindustrie in letzter Zeit nicht so gezeigt, dass man ihr ein Lernen aus dem menschenverachtenden Versuchen in Tuskagee (USA) vorwerfen könnte. Interessant wäre einmal zu erfahren, wieviel leitende Angestellte der Pharmakonzerne an Versuchen teilnehmen.
In der Online Ausgabe des stern unter der Rubrik Finanzen & Versicherung liefert dieses angeblich liberale Magazin mal wieder ein schönes Beispiel für den Niedergang des deutschen Journalismus. Besser sollte man sagen, ein Beispiel dafür wie große Medien, die noch einigermaßen Anerkennung genießen, zu reinen Werbeträgern verkommen.
Man braucht das eigentlich nicht weiter zu kommentieren. [...]
Der Menschenrechtsausschuss kritisiert erneut, dass öffentliche Krankenhäuser und Sozialämter zur Meldung an die Ausländerbehörde verpflichtet sind. Dies verletze die ärztliche Schweigepflicht eklatant.
Deutsches Ärzteblatt
Es reicht nicht, dass Selbsthilfe sich nur um vorgegebene Fachlichkeit kümmert. Wer Einfluss hat ist verpflichtet, ihn zum Wohl von Menschen zu nutzen. Das müssen sich die nur an Geld und Verwaltungsmacht interessierten Kreise immer mal wieder vorhalten lassen. Es gibt leider nur wenige Ärztinnen und Ärzte, die Menschen in Not und verfolgt von Behörden auch anonym und kostenlos behandeln.
15 Jan
Die Pharmakonzerne Merck & Co. und Schering-Plough mussten heute eingestehen, dass der Wirkstoff Ezetimb in Zetia® and Vytorin® (in Deutschland Ezetrol® bzw. Inegy® von MSD) ausser dem Risiko für Leberschäden keine Wirkung hat.
Stationäre Aufnahme
Wenn ich wieder einmal höre oder lese, dass ein Selbsthilfeverband etwas von diesem Konzern angenommen hat, werde ich fragen, ob da jemand noch einen Funken Selbstachtung hat. Das ist ja einfach widerlich.
“Völlig unqualifiziert”, sagt die Internistin aus Mönchengladbach, als sie von der Bewertung erfährt, und schaltet den Justiziar ihrer Ärztekammer ein. Nur Stunden später hat Helpster den Eintrag gelöscht.
FTD.de – Gesundheitswirtschaft – Gesundheitswirtschaft – Internet ermöglicht Ärzteschelte
Klar ermöglicht das Internet Kritik an Ärzten. Genauso lange, wie denen das passt. Sonst muss gelöscht werden. Und wenn man sich die bisher angetretenen Betreiber solcher Portale ansieht: eine Ansammlun von Zivilcourage ist nicht zu erkennen. Eher Geschäftssinn. Und vielleicht kann man doch auch mit den Ärzten ins Geschäft kommen? Sie sind Arzt? Sie haben Fragen zu unserem Portal? Dann schreiben Sie uns doch mal.
10 Jan
Die Qualitätsdebatte will er offener führen, vom Grundsatz, alles am klinischen Ergebnis festzumachen, aber nicht abweichen.
FTD.de – Gesundheitswirtschaft – Gesundheitswirtschaft – Francesco de Meo: Der Pate
Solange er nicht alles am wirtschaftlichen Ergebnis festmacht …
Vielleicht sollten auch Patientenvertreter mal mit dem Mann ins Gespräch kommen. Man wird mindestens klüger, vielleicht kann man mit ihm aber auch mehr anfangen als mit so mancher kritteligen Gesundheitsfunktionärin.
10 Jan
Patienten in Hausarztmodellen fühlen sich von ihren Ärzten nicht besser versorgt als Patienten, die nicht an den Modellen teilnehmen.
Ach, was wissen schon die Patienten? Gelten doch sonst auch nix bei Neoliberals daheim.
10 Jan
US-amerikanische Ärzteverbände klagen seit Jahren über immer mehr Bürokratie in US-Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Report: Verschwendung im US-amerikanischen Gesundheitssystem”
Ja, das können sie weltweit gut. Macht jetzt aber den Ärzteträumern in Deutschland die Argumentation kaputt: die drohen doch so gerne mit ihrem Wegzug ins Paradies für Ärzte: England oder Amerika.
Übrigens: Paradies ist wo Hunde bei der Stadtreinigung und wir alle auf den Gehweg sch….. dürfen.
Die Daten von Patienten im Rahmen der elektronischen Gesundheitskarte und der neuen Telematikstruktur im Gesundheitswesen nicht zentral zu speichern, hat der NAV-Virchow-Bund gefordert.
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “NAV-Virchow-Bund: „Patientendaten nicht zentral speichern“”
Ich bin gespalten: einerseits wollen bestimmte Ärzte nur verhindern, dass man ihnen mal gründlich auf die Finger schauen kann, sie wollen lieber weiter im Dunkeln munkeln und ihr Geld ohne inhaltliche Kontrolle bekommen, allenfalls sich selbst kontrollieren (und wie gut das klappt kann man ja immer wieder mal beobachten), andererseits ist mir unheimlich, wenn so intime Daten wie die der Gesundheit irgendwem in die Händer fallen (am Schluss ist es wohl nur “irgendwer”, nämlich ein dunkles Gremium von Hinterzimmerfunktionären der Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen).
Wenn ich mich entscheiden muss? Dann heute für zentrale Speicherung und vor allem keinerlei Zugriff von Schäuble, Ärzten und Kassen auf diese Daten. Die dürfen allenfalls anonymisierte Daten, besser noch aggregiert-anonymisiert, bekommen.
10 Jan
Angesichts der hohen Prävalenz ist die Fettleber damit ein gesundheitsökonomisch wichtiger Faktor. Völzke fordert die Ärzte auf, die Patienten vermehrt auf diese Bedeutung hinzuweisen.
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Ostdeutschland: Fettleber als Kostentreiber im Gesundheitssystem”
Das werden die Säufer jetzt sofort berücksichtigen. Hohe Prävalenz ist nämlich blöd, das verstehen die. Und wer kümmert sich lieber um gesundheitsökonomisch wichtige Faktoren als Ärzte?
Der hätte den Ärzten ein paar Euro versprechen sollen. Dann liefe das. Und wer trotzdem säuft bekommt eine sechs im Arztbrief und muss dann für die Behandlung selber löhnen. Huihh wäre das ein Spaß (wenn das Leben so einfach wär’!).
10 Jan
In der Debatte um den Stichtag des Stammzellgesetzes distanzierte sich Braunschweigs Landesbischof Friedrich Weber vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber.
Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten “Embryonenschutz: Landesbischof distanziert sich von Huber”
Es gibt in der Evangelischen Kirche noch Leute, die grundsatztreu den Lebensschutz vor kurzfristige ökonomische Vorteile und wissenschaftstheoretische Phantasien stellen. Wenn Huber nicht ausgerechnet Moraltheologe wäre, man könnte ihm Ahnungslosigkeit unterstellen. Aber so ist es böse. Und ich denke, dass die Evangelische Kirche einen besseren Ratsvorsitzenden verdient hat. Abgesehen braucht seriöse Wissenschaft die embryonalen Stammzellen ja nicht. Man fragt sich, wieso manche Forschungsfunktionäre da so hinterher sind: Forschungsprojekte des Bundes? Steuermilliarden? Subventionen?
Nach der am Dienstag veröffentlichten Entscheidung des Hessischen Landessozialgerichts dürfen Krankenkassen die Leistungen nicht auf die Wohnung eines Patienten begrenzen
Markus Kurth, MdB – Urteil: Häusliche Krankenpflege für Menschen mit Behinderung auch am Arbeitsplatz
Na endlich. Es ist traurig, dass Leistungen zunehmend eingeklagt werden müssen. Es gab eine Zeit als Kostenträger noch selber wussten wozu sie da sind.
Kommentare