Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
16 Jan
Man muss sich manchmal eben entscheiden:
Mit dem Versuch wolle man wichtige Erkenntnisse über die Überlebenschancen von Opfern in Lawinen erlangen: “In der dramatischen Situation nach einer Bergung können Notärzte somit besser beurteilen, ob und für welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen”, teilte die Medizin-Uni mit.
http://www.aerztezeitung.de/panorama/default.aspx?sid=584084
Ich setze mal voraus, dass sich die Medizinforscher wirklich bewusst waren, was sie da taten. Politisch sind sie so einzuschätzen wie manch andere (besonders medizinische) Akademiker: Null Ahnung was geht und was nicht geht, geradezu kindlich naiv. Aber Alternativlosigkeit vorausgesetzt: sollen wir weiter zusehen wie jährlich in Österreich Dutzende und alpenweit über 100 Menschen im Schnee sterben, obwohl wir eine Zahl davon retten könnten?
Der Hinweis, dass Schifahrer ja nicht gezwungen seien sich in dieses Umfeld zu begeben reicht hier nicht. Sie tun es eben. Und wir haben, vor allem in Österreich und den Alpen, keine demokratischen Mehrheiten, die es ihnen verbieten würden.
Dass man so jemanden in Schiedsämtern belässt ist auch bezeichnend für ein Gesundheitssystem, das niemand mehr zu steuern scheint. Klingt sowas von ahnungslos, könnte glatt von Ärzten formuliert sein.
In der Gesundheitspolitik vertritt Oberender eine Minderheitsposition, die er selber als liberal bezeichnet.
8 Jan
Doch am Ende stellte sich heraus, dass es sich nur um ein gefühltes Defizit handelte: In der Realität erhielten die Vertragsärzte ein erhebliches Honorar-Plus. Für das Gesamtjahr hochgerechnet wurde Mitte 2009 schließlich ein Plus in Höhe von rund zwei Milliarden Euro genannt. Die Zahlen am Ende des dritten Quartals machen klar: Bis Ende September hatten die Kassenärzte bereits zusätzliche 1,8 Milliarden Euro an Honoraren erhalten.
Die KVen sitzen bereits in den Startlöchern ihre Ärzte auch 2010 wieder arm zu rechnen, die KV Nordrhein ist schon gestartet.
6 Jan
Stimmt die Statistik, dann sind bestehende Versorgungslücken zumindest nicht größer geworden. Stimmt sie nicht, dann gibt es für die politische Debatte um den Ärztemangel und die Suche nach geeigneten Instrumenten zu seiner Behebung mangelnde Evidenz. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Zöller (CSU), offenbar ein gläubiger Mensch, ist der KBV bereits auf den Leim gegangen.Stimmt die Statistik, dann sind bestehende Versorgungslücken zumindest nicht größer geworden. Stimmt sie nicht, dann gibt es für die politische Debatte um den Ärztemangel und die Suche nach geeigneten Instrumenten zu seiner Behebung mangelnde Evidenz. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Wolfgang Zöller (CSU), offenbar ein gläubiger Mensch, ist der KBV bereits auf den Leim gegangen.
5 Jan
Mit niemandem lohnt sich eine gesundheitspolitische Diskussion weniger als mit den meisten niedergelassenen Ärzten. Diese Gruppe hat wenig Ahnung, verwechselt immer das eigene finanzielle Interesse mit den Bedürfnissen der Patienten und kommt ganz schnell mit Argumenten und Bemerkungen ad personam. Das geht einher mit einer sehr geringen Wirklichkeitswahrnehmung, die nur noch von der Schizophrenie die eigenen Vereine nicht als eigen einzugestehen übertroffen wird. Das ganze ist verbunden mit einer gehörigen Prise Verantwortungslosigkeit der Gesellschaft gegenüber.
Ausnahmen sind mir bekannt und bestätigen die Regel.
5 Jan

siehe auch: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lower_wisdom_tooth.jpg&filetimestamp=20060917073409
und Weisheitszähne haben nichts miteinander zu tun. Meint man. Der Durchbruch tut aber unter Umständen wirklich heftig weh.
Ein gutes neues Jahr!
24 Dez
23 Dez
Wenn ich schon selbst keine Idee für das Blog habe: seht und lacht.
Und wenn die doofe Krise erst rum ist, die auch die Linken verbockt haben oder wahlweise die 68er, dann wird alles wieder gut, versprochen.
Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2000 den 18. Dezember zum Internationalen Tag der Migranten ausgerufen. (Spenden!)
18 Dez
Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) ist der Pharamindustrie ein Dorn im Auge, ist es doch seine erfolgreich wahrgenommene Aufgabe, unnütze Arzneimittel sowie solche, deren Nutzen nicht belegt ist, von der Erstattung durch die Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten auszuschließen.
Dabei tritt das IQWiG auch schon mal der sehr interessegeleiteten diagnosespezifischen Selbsthilfe, speziell und mehrfach heftig den Diabetikerbünden, auf die Füße. Außerdem macht es dich bei der Industrie natürlich mit der geschaffenen Transparenz höchst unbeliebt.
Sein Leiter, der Medizinprofessor Peter Sawicki, steht seit Jahren unter Dauerbeschuss: mal ist es Voreingenommenheit, mal Vetternwirtschaft, aktuell Spesenbetrug, was man ihm vorwirft. Bisher waren die Vorwürfe nie so haltbar, dass man ihn hätte feuern können. Jetzt soll ausgerechnet der so transparenz-, qualitäts- und wettbewerbsorientierte neue Gesundheitsminister ihm den Fangschuss geben. Es wäre fatal, wenn so die neue Regierung schon vor dem ersten richtigen Druck der Pharmalobby zu Kreuze kröche.
Glückwunsch!
16 Dez
gibt es leider jedes Jahr. Diesmal werde ich sie (soweit an ihrem Absender erkannt) ungeöffnet wegwerfen.
12 Dez
… ein Senator froh sein überhaupt jemanden zu finden, der ihm den Arsch abwischt.
29 Nov
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