Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
The United States gave billions of dollars in aid to the wealthy European principality of Andorra, which it mistakenly assumed was a poor African country.
Nation Of Andorra Not In Africa, Shocked U.S. State Dept. Reports | The Onion – America’s Finest News Source
Die führende Nation dieser Erde, der unsere Politiker in vielerlei Hinsicht so gerne hinterherlaufen … Beim Link ist ein sehenswertes Video! Vorher Lautsprecher leiser stellen.
19 Feb
Jetzt wird lamentiert, dass die Bosse das letzte Vertrauen verlören, nur weil die den Zumwinkel erwischt haben. So ein Unsinn. Wer hat denn den Bossen nach 16 Jahren Kohl noch vertraut, nachdem Schröder und sein Energiemüller uns den Rest gegeben hatten?
19 Feb
Jeder Journalist, der bei Trost ist, geht da hin. Das ist unser Job. Natürlich bin ich nicht blauäugig und stelle sicher, dass ich mich nicht zur Propagandaabteilung der Staatsanwaltschaft oder sonstwem degradieren lasse.
blog.tagesschau.de » Blog Archiv » Werden Medien instrumentalisiert?
Eine mögliche Überschrift wäre auch «Manipulierter Journalismus». Denn worüber sich der Chefredakteur der Tagesschau im Weblog auslässt ist nur der winzige Tropfen auf dem heißen Stein. Erstaunlich, dass sich ein Fernsehchefredakteur, politisch ausgewählt und im Proporz abgewogen gegen einen anderen Führungsposten von den üblichen Verdächtigen eines Rundfunkrats, sowas überhaupt noch fragt. Sind doch seit Jahrzehnten die Fernsehnachrichten von politischen «Events» geprägt, also manipuliert von den politisch aktiven Mandatsträgern. Wie ist den zu erklären, dass in den Nachrichten immer nur die Promi-Politniks vorkommen? Minderheitenpositionen werden skandalisiert und dann ignoriert.
Wir haben das Wohnzimmer fernsehfrei gemacht. Schon ist jeder Tag ein besserer Tag.
So offen die Kassen ihre Vorsorge-Extras anpreisen, so verschlossen sind sie bei der Frage, ob Kosten und Nutzen ihrer Angebote im richtigen Verhältnis zueinander stehen.
FTD.de – Der Klügere sorgt vor
Da legt die Finanzzeitung mal einen Finger in eine Wunde. Wer oder was berechtigt eigentlich die Gesetzlichen Krankenkassen im Gemeinsamen Bundesausschuss immer wieder nach Evidenz (Blegen) für die Wirksamkeit von ärztlichen Maßnahmen zu fragen, wenn sie selber lieber im Dunkeln der Unwissenheit nach Mitgliedern grabschen?
Manchmal hat sie soviel zu tun, dass es erst Mitte Februar zum Empfang kommt. Wichtig genug ist er, der Minister Scholz und seine Staatssekretäre kamen auch. Der Minister ist teilweise stolz auf das in seinem Fachgebiet Erreichte, teilweise auch weniger. Die Übersetzung so manches internationalen Rechtsbegriffs (Inclusion / Intergration / Inklusion?) macht Schwierigkeiten. Die Gemeinsamen Servicestellen seien bisher eher ärgerlich gewesen. Aber jetzt werde alles besser, weil die Ärgerer das versprochen haben. (Der Herr erhalte ihm seinen Kinderglauben!) Seiner Beauftragten ist es im Ausland schon peinlich, wenn ihr dort erklärt wird, wie man Deutschland sieht: da täte man sich leichter mit dem Segregieren (Aussondern) behinderter Kinder als mit einem Hineinholen in z.B. die Schule. Denn am Geld, da ist sie sich sicher, liege es nicht. Eher schon bremsten die Länderhoheiten ihre und der Bundesregierung Ziele. Außerdem will ihr nicht so recht einleuchten, dass noch immer die Zahl der Anstaltsplätze für Behinderte steige und die überwiegende Mehrheit behinderter Menschen in solchen Anstalten anstatt selbständig lebe. (Über die wiederholte Verwendung des Worts Anstalten ärgern genau die sich, die es verdienen!) Hirrlinger wieder mal gut (wie immer). Er macht die Punkte, fordert endlich das SGB 9 zu einem eigenständigen Leistungsgesetz zu machen, den Patientenvertretern im Gemeinsamen Bundesausschuss Stimmrecht zu geben. Das müsse die Bundesregierung leisten. Womit fordert er das? Mit Recht!
Wer sonst noch da war? Ein paar Abgeordnete, ein paar Funktionäre der Behindertenverbände, der Wohlfahrtsverbände, der Sozialverbände, der Lotterie des ZDF und der großen Anstaltsträger. Keine Überraschungen.
13 Feb
Der Fehler liegt nicht bei der Familie, sondern bei den Defiziten in der Behindertenbetreuung
gedankenträger [man weiß ja nie]
so isses. Aber will diese Gesellschaft daran arbeiten oder lieber fürchterlich viel Geld in einen umstrittenen Zweig der Stammzellforschung investieren (und damit den Firmen die Taschen voller Subventionen stopfen)? Die Antwort deprimiert mich.
12 Feb
«Reiche bezeichnete einen Wegfall der Stichtagsregelung als Minimum dessen, was passieren müsste, um dem Lebensrecht kranker Menschen und der grundgesetzlich verankerten Forschungsfreiheit Raum zu geben. Nach ihrer Einschätzung sei das derzeitige Gesetz verfassungswidrig, Deutschland sei aus der westlichen Wertegemeinschaft ausgeschlossen. Der SPD-Gesundheitspolitiker Wolfgang Wodarg warf Flach, Reichel und Stöckel vor, von schlichter lobbyistischer Beeinflussung geprägt zu sein und monetäre Anliegen zu vertreten.» (Quelle: HWelt)
Die junge Karrieristin verwechselt Heilsversprechen mit der Realität der Versorgung kranker Menschen: Kürzungen, Selbstbeteiligungen, Gerede von der Kostenfalle weil immer mehr neue Methoden auch immer mehr Geld kosten, Versorgung weniger Privilegierter (zu denen sie selbst gehören dürfte) und Vernachlässigung der sonstigen Bevölkerung. Das wäre nur dämlich. Aber sie muss es besser wissen, sie gehört auch zu den Informationsprivilegierten. Und wo ist sie denn, wenn es wieder um Kürzungen für chronisch kranke Menschen geht? Politikerverdrossenheitsbegründung. Von der Siemens Freundin Flach will ich nicht schreiben, das hat sie nicht einmal verdient.
(TF) GERON kündigt die welterste klinische Studie am Menschen mit embryonalen Stammzellen an! Wieder mal … Diesmal soll die klinische Studie “Ende des Zweiten Quartals 2008″ beginnen.
Das ist eine “Neuigkeit”, die uns schon eine gute alte Bekannte ist. Denn GERON kündigt seit 2002 in schöner Regelmäßigkeit diese “first in man”-Studie bei Rückenmarksverletzungen an.
Unten füge ich eine kleine Liste bisheriger solcher Ankündigungen seit 2002 an.
Frappante Wirkung der neuen Ankündigung: die GERON-Aktie ist von 3,28 auf 3,29 hochgeklettert! Daran lässt sich ablesen, wie sehr die Investoren an die Heilkraft embryonaler Stammzellen glauben. Vor 8 Jahren war GERON mal bei 73,50.
Die DFG glaubt an GERON:
In der DFG-Stellungnahme zur Stammzellforschung (November 2006) heisst es, “dass der Einstieg in klinische Studien zum potenziellen therapeutischen Einsatz von HES-Zellen eine Möglichkeit geworden ist. So hat die Firma Geron (San Diego, USA) die Beantragung einer klinischen (Phase 1) Studie mit HES-Zellen bei Patienten mit Rückenmarksverletzungen an die FDA angekündigt.” (S. 28)
Sieht man sich GERON’s publizierte Daten der zugrundeliegenden Tierstudie an, dann sieht man, dass nur xenotransplantiert wurde (hES-abgeleitete Zellen auf Ratten) – was aber das Tumorrisiko einer “homologen” (hES-abgeleitete Zellen auf Menschen) Transplantation nicht beurteilen lässt (Erdö et al. 2003), erst recht, da die Tiere bereits nach 8 Wochen getötet wurden.
Die Transplantate hatten bei den behandelten Ratten nur einen äusserst geringen Nutzen (meist ging es den Kontrolltieren besser) und sie wirkten nur bei ganz frisch rückenmarksverletzen Ratten, nicht jedoch bei älteren Läsionen. Bei frischen Rückenmarksverletzungen ist aber die Prognose höchst unklar (es gibt eine hohe Rate von Spontanremissionen) und ein derart riskanter Therapieversuch wie die Transplantation von aus hES differenzierten Zellen nicht vertretbar. Man darf vermuten, dass auch die FDA weiss, dass die angeblich geplante Studie äusserst schwach abgestützt ist.
11 Feb
Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn der Einsatz erfolgt, bevor jemand ganz taub ist.
HWelt – Das Ende der Stille
Zu meiner Zeit erkannte man noch, dass man die Patienten dafür dann erst von schwerhörig in den Zustand der Taubheit versetzen musste, der Eingriff also zumindest fragwürdig ist. Heute ist sich die Apotheken Umschau und alle, die deren Presse- und PR-Texte kritiklos abkupfern, nicht zu schade den Profiteuren des Eingriffs ohne viel Rücksicht auf deren Opfer zuzuarbeiten.
11 Feb
11 Feb
«… am kommenden Mittwoch, 13.02.2008, wird von 13.00 bis 13.05 Uhr ohne Aussprache im Plenum der neue Deutsche Ethikrat gewählt.»
Interessant. Und so will diese Regierung angeblich Politik- und Politikerverdrossenheit angehen? Na denn. Mal sehen, ob sich Bundesministerin Schavan eine hochrangige Riege unkritischer oder zumindest mehrheitlich unkritischer Befürworter der eigenen Minderheitenposition zusammen gesucht hat. Ein paar Feigenblätter muss und wird es natürlich geben.
8 Feb
Wenn das Wetter keinen Winter macht kann ich auch wieder zum alten Bild zurück: keine Schneeflocken auf dem Col de Pailhères. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr mal weniger arbeiten. Aber schon der Anfang, total versaut.
Kopenhagen war schön. Erstaunlich, sogar Rad- und Autofahrer vertragen sich. Gute Radwege, eher Radstraßen. Aber dafür müssen die Radfahrer sich dort auch an die Regeln halten: zum ersten Mal in meinem Leben einen Radfahrer an einer für ihn roten Ampel freiwillig halten sehen. Überrascht, dass das anscheinend geht. Insgesamt nicht ganz billig, dieses Dänemark. Tivoli noch zu, erst ab irgendwann im April. Bahnhof wunderschön, wird aber gerade umgebaut, also auch lieber später nochmal ansehen. Mein Kopenhagen-Wochenende war das mit dem Sturm. Das war vielleicht windig, konnte kaum die Kamera ruhig halten. Gute Entschuldigung bei verwackelten Fotos.
Aus alten Tagen kenne ich noch die Bezeichnung «Höflichkeit der Könige» als Umschreibung für Pünktlichkeit. Wenn ich jetzt darauf hinweise geht es mir nicht um 15 Minuten, das bin ich als Rheinländer gewöhnt. Schließlich gehört es zu meinen schmerzlichen Erfahrungen, dass in Berlin die Busse zu genau der Uhrzeit abfahren, die im Fahrplan an der Haltestelle angeschlagen steht. Nein, mir geht es darum, dass ich zum zweiten Mal über eine halbe Stunde in einem mäßig gemütlichen Flur warten musste, obwohl ich zu genau einem Termin mit Uhrzeit «geladen» war. Aber ich bemerke gerade: keine Könige. Und ich halte es für schlechtes Benehmen, proletig. (Ach ja: es war kein Warten im Wartezimmer, da hätte ich längst den Arzt gewechselt, das können die sich in Berlin bei selbstbewussten Patienten schon lange nicht mehr leisten, es war ein Ausschusstermin, also lauter Funktionäre.) Will das Montag mal mit der Leitung des Hauses besprechen. Alternative zur Entschuldigung ist eine Protokollnotiz: nicht korrekt beigezogen, daher Sitzungsergebnis formal unkorrekt zustande gekommen.
Tjaja, wir Journalisten sind ganz schlimme Gesellen. Vielleicht stellt er seine Mail an mich hier über die Kommentarfunktion ein?
Redaktionsblog: www.berliner-journalisten.com
Wohl eher nicht, denn anmelden bei Euch wird ihm zu umständlich sein. Warum nur erkundigen sich selbst die Berliner-Journalisten nicht mal wie so ein WordPress-Blog funktioniert? Es gibt sogar «Totes Holz» zu dem Thema.
24 Jan
«… hat ein ausgezeichnetes Metrosystem, wenn zwei Linien von Seite zu Seite die kreuzen Stadt. Das System ist neu, sauber und punctual und Züge wie jede Minute und eine Hälfte während der Hauptverkehrszeit so häufig sein. Während des Wochenendes läßt die Metro alle Nacht, mit einer Frequenz aller 7-10 Minuten laufen. Fahrräder werden auf der Metro außerhalb der Spitzenzeiten erlaubt; die Zeichen (auf … und englisch) in den Stationen für Details von sehen, wenn Wagen der Fahrräder erlaubt wird.»
Hoffentlich können sie besser Englisch. Und ich reise nicht mit dem Fahrrad. Das müsste ich beim Flug sicher in einem durchsichtigen Plastikbeutel mitführen, das wäre mir zu umständlich. Wenn nur nicht dieser Sicherheitsblödsinn in Tegel wäre …
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