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Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt

Archiv der Kategorie ‘Irres

Muss ganz schön hoch hergehen in Wills Gesprächen mit den Vorgesetzten, wenn sie mittlerweile so weit heruntergekommen ist, mit sowas Programm zu machen.

Ordentlich reingehauen: Anne will endlich Quote machen. Aber was rege ich mich eigentlich auf.

Einfach köstlich, besonders die Passagen über den Dödel von der Kinderunion. Ist halt schief gegangen mit dem Abitur so schnell und an die Uni und dort wieder ganz schnell. Bleibt die Denkfähigkeit wohl auf der Strecke.

Ärzte sind aber doch arm

Spritze

Jetzt heizt die Illustrierte stern die Neidkampagne der Bevölkerung gegen die Ärzte zusätzlich an: sie zitiert und interpretiert Zahlen aus dem Bundesgesundheitsministerium so, als ob niedergelassene Ärzte mehr Gehaltssteigerungen in den letzten Jahren hinnehmen mussten als der Rest der arbeitenden Bevölkerung. Sofort entläd sich eine Kommentarflut auf der Website des stern. Wer mitmachen möchte kann das hier (Quelle) tun.

Es hilft der grundsätzlichen Debatte über die Finanzierung ärztlicher Leistungen im Gesundheitssystem nicht wirklich wenn ein paar Zahlen zusammen gestellt werden, die dem Empfinden der Mediziner nicht entsprechen. Selbst schuld sind sie soweit, als ihre Forderungen von mehr Geld und ihre Verteidigungen gegen den Vorwurf gierig zu sein immer phantasielos waren und sind. Wenn beim Arzt ein Verdiener für eine ganze Familie genug verdienen soll bleibt zu fragen, warum sich der Stand denn von der Emanzipationsbewegung so weit abkoppeln will.

Die Welt hat sich weiter gedreht. Und viele Jahrzehnte haben Ärztefunktionäre nichts besseres gewusst als ein «weiter so» zu fordern. Wenn ich die KBV so beobachte: sie haben sich nicht geändert, werden allenfalls raffinierter: sie diskutieren «pay for performance», also das leistungsgerechte Bezahlen, wollen aber gleichzeitig in den Gremien jegliche transparente Qualitätskontrolle verhindern. Ach ja: letzteres gemeinsam mit der GKV, die auch keinerlei Interesse daran zu haben scheint, dass die eigenen Mitglieder zu viel Wissen anhäufen.

Ärztin blickt durch

«Es ist ein Unding, so Angelika Haus, dass man mit ärztlicher Tätigkeit eine Familie nicht mehr ernähren kann.» Quelle

Wenn diese Fachärztin sich mit gleicher Verve auch für alle anderen Berufstätigen einsetzt, die mit einer Vollzeitarbeit ihre Familie nicht mehr ernähren können, dann, aber auch wirklich erst dann, nehme ich sie wieder ernst. Bis dahin halte ich sie für eine arrogante Standesvertreterin, die lediglich die Privilegien ihres eigenen Stands sichern will zu Lasten der Gesellschaft.

Wenn ich an die Positionen der Grünen zur Abschaffung des Ehegattensplittings oder evangelischen Kirche zur Mitversicherung von Familienangehörigen in der Gesetzlichen Krankenversicherung denke fällt mir auf: es soll nicht mehr so sein, dass eine Berufstätigkeit eine Familie ernährt. Es ist vielmehr ein Zeichen zunehmender Gleichberechtigung von Frauen und Männern, dass es dazu der Berufstätigkeit von beiden Geschlechtern bedarf, also eben zwei Vollzeitjobs nötig sind um eine Familie zu ernähren. Ausnahme sind die Alleinerziehenden, bei denen soll eine Vollzeitarbeit für die Familie reichen. Aber denen schafft unsere Gesellschaft lieber erst gar keine Möglichkeiten einer Vollzeitarbeit nachzugehen.

Ach, Frau Dokta, alles wie immer, nur nicht zuviel nachdenken, die Sachen sind aber auch kompliziert. Lieber einfach: wir hungern und brauchen endlich mehr Geld. Wir sind Ärzte in Deutschland.

Überwachungskameras

Knapp 4,5 Millionen Kameras sind in den Straßen, Bahnhöfen und Einkaufszentren Großbritanniens montiert. Scotland Yard nennt die Video-Überwachung jetzt ein Fiasko.

Überwachungskameras in Großbritannien Die toten Augen von London

Hallo Herr Schäuble, das hat sich in England nicht bewährt. Das müssen wir deshalb unbedingt mal bei uns ausprobieren. Also neue Forderungen aufstellen: im Interesse der Sicherheit müssen Kameras überall erlaubt sein. Macht so schön unwichtigen Lärm wenn sie dann alle freiheitlichen Bürger im Web so aufregen, gell?

Terrorgefahrenabwehr

Der Antifa-Aktivist Schenk hatte im Frühjahr 2007 mit anderen das Interesse von Generalbundesanwältin Monika Harms geweckt.

taz.de – Artikelseite

Ich hätte das ja nicht für möglich gehalten. Köstlich.

Erfahrungen der Praxis zeigten, dass sich die Informationsangebote der Industrie schon jetzt in einer Grauzone zwischen Webung und Information bewegen.

Deutsches Ärzteblatt: Verheugens Pläne zur Patienteninformation in der Kritik”

Der Verheugen will also der Pharmaindustrie erlauben im Internet die Beipackzettel verständlich zu machen. Werbung will er, gekreuzte Finger hinter dem Hintern, nicht niemals nicht da lesen oder erlauben. Also unsere Regierung ist ja weit entfernt von einem vernünftig-kritischen Umgang mit Industrien, die immer gerne mit Verlust von Arbeitsplätzen drohen. Aber im Gegensatz zu Verheugen scheint unsere Gesundheitsministerin wenigstens nicht mehr an den Weihnachtsmann zu glauben. Glückwunsch, Frau Schmidt!

Gesundheit durch Joghurt

Und aus Joghurt, Wasser und ein bisschen Fantasie lässt sich wohl auch in Zukunft noch viel Profit anrühren.

Die Zeit – Diagnose Mensch » Bluff in Flaschen

Das wär’ auch noch was für IGeLeien in Arztpraxen: ein Kühlregal mit Zeug, aber garantiert ärztlich empfohlen, Umsatzbeteiligung für die Vorzimmerdamen und schon läuft das.

Körperflüssigkeiten

Ich glaube, es ist durchaus angebracht, sich regelmäßig zu duschen und die Kleidung zu wechseln, gerade dann, wenn man eng mit anderen zusammenlebt.

reisenotizen aus der realität: lotte in pipikakaland

Ein paar wahre Wörter ganz gelassen zu Bildschirm gebracht. Im Krankenhaus muss das Personal sich ja wirklich mit manch unangenehmen Dingen, z.B. Ausscheidungen, beschäftigen. Deren öffentliche Verteilung ohne jede Not aber zur Tugend zu erklären ist schlicht und einfach irre. Frau Diener kann das viel besser ausdrücken, deshalb lest dort …

Auf Vorrat gespeichert

Bundesnachrichtendienst sowie 52 Staaten wie beispielsweise Aserbeidschan oder die USA sechs Monate lang gespeichert

Schnüffelblog

Soweit ist es. Ich bekomme immer noch Mails, in denen völlig weltfremde Absender was von Vertraulichkeit und so zeichnen (als Fußnote). Diese Dummerchen sind meist Juristen oder haben sich einen Angehörigen (oder gar mehrere) dieses Standes angestellt.

There are 47 million Americans who are uninsured and the government funded safety net is inadequate. All UK citizens may be entitled to “free entry” into the NHS but, like the shops in the old communist countries, if you do not have private health insurance, the queue is long and the shelves are bare.

NHS Blog Doctor: Who shall pay the piper? Health care funding, USA style

Mit den Läden im kommunistischen System haben wir in Deutschland unsere Erfahrungen, zumindest teilweise. Umso unverständlicher, dass sich seitens der Bundestagsabgeordneten aus den fünf Bundesländern (von neu mag ich nicht sprechen) kaum Widerstand gegen die Vermarktwirtschaftlichung des Gesundheitssystems zu beobachten ist. Im Gegenteil: kaum wir irgendwas geplant, was entfernt «wie früher bei uns» sich auch nur anhört (MVZ wie Polikliniken), schon wird es ossig-heimelig. Also auch wenn die Müllverwertung mit sero gut war ist nicht jeder Schritt nach gestern ein Fortschritt.

Journalistenbloggerei

Warum Salden nicht einfach von der Kommentarfunktion Gebrauch gemacht hat, werden wir wohl nie erfahren.

Redaktionsblog: www.berliner-journalisten.com » BPost von ZAPP

Dass in dem durchaus nicht uninteressanten Artikel von Blogbeiträgen die Sprache ist (die aber nicht verlinkt werden und damit im Dunkel bleiben), von Löschungsbegehren am Meinungsfreiheitstag (noch so ein Gedenktag, wieder kein Faksimile des behaupteten Begehrens) ist ja alles journalistentypisch. Sie können es einfach nicht. Aber warum die Pappnasen nicht begreifen, dass eine Anmeldungsprozedur für ein Kommentieren dazu führt, dass fast niemand und in diesem Blog sogar niemand kommentiert, das bleibt nun wirklich nur noch mit Begriffsstutzigkeit zu begründen. Aber damit Sabine Pamperrien nicht dumm stirbt habe ich es hier mal erwähnt. Und weil ich gerade wirklich nichts zu tun habe.

Widerrufsbelehrungen

dass das Bundesjustizministerium eine neue Widerrufsbelehrung zum 1. April herausbringe

BERLIN BLAWG » Licht am Ende des Abmahntunnels

Endlich: das Bundesministerium der Justiz korrigiert Teile eines alten Fehlers, der Gewerbetreibende viel Geld gekostet hat, dass sie von den Verantwortlichen im Ministerium nicht erstattet bekamen. Aber wenn ich den Kram so lese wird mir deutlich, wozu wir dieses hochehrwürdige Ministerium überhaupt haben: wenn sie nicht falsche Veröffentlichungen formulieren oder schlampige Gesetze (GKV-WSG erinnere ich nur), dann verschaffen sie den Horden der Juristen Arbeit. Und diese Gesellschaft muss das bezahlen. Also doppelt bezahlen. Wieso kommt mir da nur der einfach Text in den Sinn: «Nur die allerdümmsten Kälber …»?

Bundesministerin schwafelt

in der Substanz erhalten

Deutsches Ärzteblatt – Aktuelles

Wenn eine Bundesministerin, auch wenn sie nicht Jura studiert hat, so einen Mist über ein Gesetz erzählt, was will sie dann mit der Öffentlichkeit machen? Verarschen vielleicht? Auch so kann man Wähler vertreiben. Aber die können ja auch noch mit weniger als 50% Wahlbeteiligung von Mehrheiten reden.

Vertragsärzte können künftig Hilfeleistungen über Ziffern des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes abrechnen, die sie zwar anordnen, aber eine andere Person bei einem Hausbesuch erbringt.

Deutsches Ärzteblatt

Sachen abrechnen, die man überhaupt nicht selber gemacht hat noch machen kann, das ist ja wie im Schlaraffenland. Die einschlägigen Verdächtigen sind dann auch zufrieden, sehen aber tatsächlich die Gefahr, dass die Schwestern dann irgendwann auch noch tatsächlich selber Geld für die von ihnen erbrachten Leistungen würden verlangen wollen, das wäre dann natürlich übel. Aber eins ist erreicht: endlich können Ärzte mehr Stunden pro Tag abrechnen als der überhaupt Stunden hat. Glückwunsch dazu von dieser Stelle!

Und die Koalition? Auch Glückwunsch! Ihr demontiert Euch selber in einer Art, dass es ein Vergnügen ist dabei zuzusehen. Vergesst nicht Euch zu wundern über Politikverdrossenheit, geringe Wahlbeteiligung, Steuerfluchten nach irgendwo … könnt Ihr nicht auch endlich wieder die Pleiteschiffe einführen zum Steuersparen für Ärzte? Das war doch damals die Hauptnutzergruppe, oder? Ach ja, die angestellten Ärzte und die noch nicht niedergelassenen Ärzte habt Ihr wieder mal draußen im Regen stehen lassen. Vergesst bitte nicht mitzuteilen, dass es die Standesvertretungen und der Hartmannbund waren, die das von Euch verlangt haben.

Was soll die Frage?

Oder ist das Management der Gematik naiv und sollte dringend wegen Inkompetenz abgelöst werden?

Privatsphaere.ORG

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Kommentare

  • Svenja-and-the-City: Wow. Das ist ein unglaublich interessanter Satz, der mir sehr gefällt. Aber was ist mit all...
  • Günter Schütte: Mir scheint, das hat weder mit Apple noch was mit der Herstellerfirma sondern am ehesten mit der...
  • Waltraud Stevens-Hammers: Sehr geehrter Herr Fussek, meine Mutter ist jetzt 86 J alt und hat eine beginnede Demenz....
  • Balz, Hans: Sehr geehrter Herr Yogeshwar, bitte nehmen Sie zum Thema Kontakt mit mir auf! Mit freundlichen Grüßen...
  • Michael: Danke für Deine Anregungen, auch wenn ich inhaltlich (zumindestens teilweise) eine andere Meinung habe. Aber...

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