Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
28 Aug
Die BooCompany hat wirklich immer tolle Geschichten auf Lager. Manchmal übertreibt die Realität es aber mit der Wirklichkeit. Dann fühle ich mich nach dem Lesen schlecht. Deshalb habe ich ja mal aufgehört den Spiegel zu lesen: immer Montags war meine Woche versaut. Mental. Und seit ich deren «Netzwelt» kenne: gibt Besseres um sich die Woche zu versauen. Übrigens hat unsere Frau Merkel ja beim Staatsbesuch gebeten das mit den Trojanern doch nun zu lassen. Und der Chef der Chinesen hat versprochen etwas gegen das globale Problem zu tun. Wahrscheinlich wird er die Zensur ausweiten. Dann können die Qualitätsjournalisten auch nicht so viel Unwahres während der Olympiade berichten. Der kennt unsere cleveren Sportjournalisten nicht. Wir schicken die Truppe, die immer so nett über die Französische Tour berichtet hat, die sind dopingresistent. Weitgehend wenigstens. Ob Scharping vom Bund Deutscher Radfahrer schon ein Ticket nach China hat? Wer bezahlt ihm das?
26 Aug
Wenn «Wort und Bild – Der Seniorenratgeber» sich u.a. mit Inkontinenz beschäftigt handelt es sich nicht nur um ein Tabu-Thema, es ist vielmehr nach Meinung maßgeblicher Patientinnenbeauftragter (und wissenschaftlich von «den Pflegewissenschaftlerinnen» bestätigt) nur ein Thema einer kleinen Randgruppe von Frauen: alt und im Heim. Da braucht es dann keine Qualitätssicherung, jedenfalls sollten Patientenvertreter das nicht fordern. Dafür beschäftigen wir uns jetzt mit einem großen Thema: warum können manche Mitarbeiter in einem Berliner Krankenhaus nicht genügend englisch für die sichere Verwendung in diesem Sprachraum hergestellter Körperersatzteile? Würden wir uns damit auch beschäftigen, wenn es sich beim Skandalkrankenhaus um einen Betrieb handelte, für den der Berliner Senat Verantwortung trägt?
25 Aug
… mit dieser Forderung macht am 24.08. das Blog vom Brenner auf. Und vorsorglich wird gleich einmal das Argument widerlegt, dass Südtirol über zuwenig sportlich leistungsfähige Teilnehmer verfüge: im Vergleich mit über einem Dutzend anderer Teilnehmerstaaten wird gezeigt, dass in Südtirol sowohl für Sommer- wie auch Winterspiele genügend sportlich leistungsfähige Aspiranten vorhanden sind. Und obwohl die Teilnehmer aus Südtirol 2006 in Turin eher unterdurchschnittlich abschnitten: für Platz 17 im Medaillenspiegel hätte es gereicht.
25 Aug
Manchmal sucht das Bundesministerium für Gesundheit seine Mitarbeiter auch selbst, gerne willkommen sind aber auch von der Großindustrie über Steuersparstiftungen (von organisierter Steuerkriminalität zu sprechen ist bestimmt übertrieben) finanzierte Experten. Eine Beeinflussung der Politik durch die Interessen großindustrieller Finanziers ist natürlich immer ausgeschlossen (sagt einem ja schon der «Gesunde Menschenverstand»). Und Lobby Control. Und wenn in letzter Zeit mehrfach Mitarbeiter von “Verbraucherzentrale Bundesverband” nach Gütersloh wechselten hat das natürlich nichts mit politischer Interessenverpflichtung zu tun, denn vzbv sorgt strikt dafür, dass nicht der Eindruck entstehen kann, der Verband oder einzelne Mitarbeiter stünden der Stiftung zu nah.
25 Aug
«Warum soll man sich sorgen, wenn sich ein Problem lösen lässt? Wenn es eine Lösung gibt, dann braucht man sich doch nicht zu ängstigen. Und wenn etwas unabänderlich ist, dann muss man sich fügen. Sorgen nehmen einem nur die nötige Kraft. Sie sind nutzlos.», zitiert Bärbel in ihrem Blog “Rheuma-Leben” den 14. Dalai Lama. Kluges Buch.
20 Aug
Einen Versuch soll es wert sein, bloggen direkt mit dem Editor, kein umständliches Aufrufen des Browsers. Schaun mer mal.
20 Aug
Jetzt muss ich natürlich noch ein wenig spielen: dabei sind Umlaute von Bedeutung, also ä, ö und ü sowie das ganz spezielle ß. Die Großschreibung spare ich mir an dieser Stelle mal. Wenn das jetzt klappt ist für mich mal wieder bestätigt, dass der Wechsel zu Apple und den dafür verfügbaren Programmen sich gelohnt hat. Ob es sowas Feines auch für Windows verseuchte PCs gibt?
7 Aug
«Hände weg vom Streikrecht», das wäre ein deutlicher Ruf aus der Politik an die subalternen Gerichte, die derzeit vom Chef der Deutschen Bahn AG missbräuchlich angerufen werden. Wenn auch die größeren Gewerkschaften ein elendes Bild abgeben und sich ausgesprochen dämlich verhalten: das Streikrecht antastbar zu erklären wäre aus meiner Sicht das Ende des demokratischen Rechtsstaats für Arbeitnehmer, dann wären sie der Arbeitgeberwillkür vollends ausgesetzt.
xwolf setzt sich mit Mathematik aus Arbeitnehmersicht auseinander. 31% findet er bei der mäßigen Ausgangslage nicht zuviel, nicht einmal viel. Ich fürchte, dass er nicht alle Zahlen wirklich kennt. Denn seine Vermutung, dass eine Einschränkung der Vorstandsgehälter auf das, was eben dieser Vorstand bei seinen Arbeitnehmern für angemessen hält, mehr sparte als die Lokführerforderung kostete, dürfte nicht stimmen. Dazu gibt es wohl einfach zuwenig Vorstände und zuviel Lokführer.
Ich bin zur Zeit gesundheitlich auf die Bahn angewiesen. Alle Termine diese Woche habe ich abgesagt. Und wenn die Lokführer so schlecht bezahlt werden überlege ich mir sowieso noch einmal, ob Bahnfahren wirklich richtig ist. Es geht ja auch anders.
31 Jul
Falls eine meiner Leserinnen gerade nichts besseres zu tun hat: für meine Tochter suche ich im Süden Berlins nach einer tage- und stundenweisen Betreuung. Sie ist ein «lustiges Haus», aber schwer behindert. Fachkenntnisse über die Versorgung eines Kleinkinds hinaus sind nicht erforderlich, unbedingt erforderlich ist, sie zu mögen. Sonst geht nix, weder bei ihr, noch bei mir. Es geht um Essenmachen, Spazierengehen, Einkaufen, Busfahren, Trommeln … lauter so Kinderkram halt. Ach ja: blöde Bemerkungen von lieben Mitbürgern müssen entweder ertragen oder drastisch gekontert werden, Heulen geht da gar nicht.
Update: Die Ausschreibung ist sexistisch, meine Tochter weiß zwar, dass nicht nur Frauen interessiert sein können, hat aber ihren eigenen durchaus politisch unkorrekten Kopf, also Bewerbungen von Männern werden nur bevorzugt wenn sie Frauen sind.
30 Jul
«Kommunikationswissenschaftler» als Berufsangabe geht ja vielleicht noch, aber bei «Journalist» werde ich misstrauisch. Liegt an dem Mist, den mir Zeitungen, Radio und Fernsehen anliefern. Aber der Mann macht Seminare, verdient Geld damit, dass Menschen mit dem Rauchen aufhören wollen und es sich alleine nicht zutrauen, formuliert angenehm und mag Krimis von Mankell. Die Website ist übrigens ziemlich gut auch für mit schlechten Augen. Er meint es gebe einen Zusammenhang zwischen der Qualität der Formulierung und der Qualität des Denkens. Der Gedanke ist nicht neu, nicht von ihm … aber richtig. Finde ich. Deshalb jetzt in meiner Blogroll.
27 Jul
Ts ts ts, die Mädchen sind ja hübsch anzuschaun, aber was hat das denn für einen Sinn? Da bringen die ellenlang Hüpfen im Sand statt endlich die Matadore der Landstraße im Fernsehen. Langweilig. Kann man die Mädels auch irgendwie dopen oder tun die das für Nichts? Vielleicht Sonnencreme wenigstens mit geheimnisvoll hohen Lichtschutzfaktoren.
26 Jul
Ich verstehe die Journalisten nicht: seit Jahren haben sie mitgemacht, haben Doping verniedlicht oder ignoriert, jetzt distanzieren sie sich als wären sie Heilige. Was ist Viagra denn anderes als Doping? Mit chemischen Mitteln das machen, was ohne nicht geht oder nicht so gut geht. Und wer schreibt endlich mal über die Hersteller, z.B. der Wachstums”medikamente”? Die produzieren den Kram doch in den Mengen, die wissen doch genau, was damit gemacht wird. Schließlich kann man einfach ausrechnen wieviel davon medizinisch gebraucht wird. Immer höher, schneller, weiter ist doch eben das Motto dieser Welt seit Jahren. Lasst mich bloß in Ruhe mit Eurer Scheinheiligkeit!
25 Jul
Seit es eine gesetzliche Vorschrift gibt steigt auch die Bereitschaft freiwillig etwas zu veröffentlichen. «Die Privaten» hätten ja schon lange … meint die Ärzte Zeitung. Ja ja, aber wie? Sie haben natürlich nur das Beste berichtet, schön aufgemacht, mehr wie die «Privatsender für Idiotenverdummung» so agieren. Aber bitte, es soll nicht unterschlagen werden: Ärzte Zeitung Artikel.
25 Jul
Am 02.08. tagt eine Arbeitsgruppe zu Themen des Ende diesen Jahres erstmalig heraus zu gebenden öffentlichen Qualitätsberichts der Krankenhäuser. Das ist eine selten unzuverlässig einberufene Arbeitsgruppe, es wurden wohl mehr Sitzungen abgesagt und verschoben als wirklich erledigt. Ob man daran ablesen kann, dass die Betroffenen, also für die Krankenhäuser die Deutsche Krankenhausgesellschaft und für die Kostenträger die Spitzenverbände der Krankenkassen, nicht wirklich an Transparenz interessiert sind?
Das wird man so pauschal nicht annehmen müssen. Aber es war schon ein wenig würdiges Gezerre um die Informationen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen. Und ob so die Entscheidung für oder gegen ein Krankenhaus im einzelnen Bedarfsfall wirklich erleichtert werden wird ist eine interessante Frage. Es gab und gibt jedenfalls bereits jede Menge “Krankenhausführer” mit vergleichenden Zahlen. Die arbeiten alle profitorientiert, d.h. sie stellen die Interessen des jeweiligen Auftraggebers in den Vordergrund. Nur der Hamburger Krankenhausspiegel ging einen anderen Weg. Wir dürfen gespannt sein.
Was weiter nicht Gegenstand der Qualitätsanforderungen ist: schlechte Kommunikation der Fachabteilungen, schlechte Schmerztherapie, Gabe falscher Medikamente in falscher Dosis, unterbesetzte Stationen, langes Warten bis jemand überhaupt kommt usw. usf. Die Krankenhäuser lamentieren: wir bekommen nicht genug Geld von den Krankenkassen. Die Krankenkassen lamentieren: wir wollen endlich genauer wissen, was die mit unserem Geld machen. Die Patienten? Also hören Sie mal. Sie können aber fragen …
23 Jul
Muss man wissen: Krankenhäuser sind gefährliche Orte. Eigentlich sind Spritzen nicht schlimm, kommt nur darauf an auf welcher Seite der Nadel man steht.
Und immer wieder und weiter lesenswert: das Tagebuch einer Trabekulektomie im Kopfkino von Cassandra.
Wer jetzt noch nicht genug hat: müssen Patienten besser selber Medizin studiert haben?
Soviel dazu, weiter mit Musik …
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