Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
3 Jul
Was ich von denen halte, so ganz allgemein? Na ja, es gibt Ausnahmen, aber die Mehrheit scheint auf allerhöchstem Niveau über zuwenig Einkommen zu jammern, die Patientinnen und Patienten zu agitieren, es dabei mit der Wahrheit nicht genau zu nehmen. Wenn man von ihnen dann mal einen Beleg für Behauptungen verlangt ziehen sie sich beleidigt in die Schmollecke zurück. Da sind mir die echten Kracher der KVen lieb, bei denen bleibt wenigstens was in der Hand wenn man zugreift.
War eigentlich schon mal eine andere Monopolgruppe so dämlich ihr eigenes Monopol zu knacken?
4 Antworten zu "Ärzte?"
Was meinst du mit dem letzten Satz? Inwiefern “knacken Ärzte ihr eigenes Monopol” ?
Dass sie mehr Geld haben wollen, ist im übrigen beim weitem nicht meine Hauptkritik an Ärzten (schließlich wollen alle Berufsgruppen dauernd mehr Geld…).
Sondern dass sie den Patienten “als Mensch” oft gar nicht mehr wahrnehmen und man sich fragt, wie lange es eigentlich noch einen menschlichen Arzt zwischen den Diagnose-Apparaturen und der Rezeptausfüll-Software geben muss. Ein durchschnittlicher Arztbesuch erweckt schon mal den Eindruck, als könne der locker weggespart werden….
Hausärzteverband, Selektivverträge und so. Sie beschimpfen ihre eigene Monopolgarantiestelle KV in so unflätiger Art, dass man sich an den Kopf fassen muss.
Dass sie mehr Geld haben wollen ist kein Thema, die Art wie und wo sie dafür agitieren, die ist anrüchig.
Danke für die Erläuterung. Dass sie gegen die KV wettern (ich bezieh mich nicht auf bestimmte Fälle und hab von aktuellen “Unflätigkeiten” keine Info) find ich verständlich:
erleben sie doch dieses “Selbstverwaltungsorgan der Ärzteschaft” als die Instanz, die darüber befindet, wieviel und zu welchen Bedingungen sie honoriert werden.
Monopol? Auf was? Nicht auf ärztliche Leistungen: es bleibt im Prinzip jedem Arzt frei gestellt, ohne Kassenzulassung zu praktizieren (was ja auch etliche tun).
Ist man “Kassenarzt”, muss man sich wohl oder übel den Verteilungsmechanismen bezüglich der Kassengelder unterwerfen. Kann aber selbstverständlich überall laut sagen, was man über diese denkt.
Ich hätte gar nix dagegen, von einem Arzt auf Details der Gesundheitspolitik angesprochen zu werden – damit nimmt er mich immerhin als Staatsbürger war, der eine Meinung für oder gegen sein Anliegen fassen kann.
Wie sie es erleben (fern und ignorant gegenüber jeder Realität) ist ihre Sache. Wenn sie aber unter Auslassung großer Teile der Wahrheit agitieren, also über 80jährigen Rentnern erzählen, dass die wegen AOK-Mitgliedschaft nun nicht mehr die guten sondern nur noch die billigen Medikamente bekämen, dann geht mir der Hut hoch. Als Arzt arbeiten, keine Ahnung vom System des Pillenmarkts haben und sich auch verweigern das mal zu lernen, dann aber das falsch darstellen und für schuldig erklären, also das ist mies für eine Gruppe, die wir gut versorgen ohne entsprechende Qualität zu fordern oder gar zu kontrollieren. Der Kassenarzt hat als wesentlicher und kostentreibender Teil des Systems diesem gegenüber eine Treuepflicht.
Wenn man gesund und emanzipiert zum Arzt geht kann man gut diskutieren, es geht aber um Agitation Kranker.
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