Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
18 Feb
Eine Studie der Deutsche Bank Research bescheinigt dem europäischen Markt für Telemedizin bis zum Jahr 2020 ein Wachstum von etwa zehn Prozent – doppelt so hoch wie der Anstieg bei eHealth allgemein. Das Gesundheitswesen soll durch Telemedizin effizienter werden.
Doch es gibt Widerstände. Über das Internet ausgetauschte medizinische Daten seien einem hohen Missbrauchsrisiko ausgesetzt.
Doch bietet gerade die aktuelle Situation viele Chancen – so DB Research –, da man insgesamt von einem zukünftigen starken Wachstum für Telemedizin ausgehen kann. Die Rahmenbedingungen würden sich alleine durch die Zunahme der Bevölkerung und der chronischen Erkrankungen ändern, und der steigende Betreuungs- und Pflegebedarf älterer Patienten sei als Motor für die Telemedizin zu sehen. Wenn sich spezialisierte Unternehmen der weiteren Markterschließung widmen, können sie laut Deutscher Bank „First-Mover-Vorteile“ nutzen.
(Quelle)
Natürlich könnte man Kosten sparen. Und selbstverständlich ist Telemedizin nach der Erprobung in Skandinavischen Ländern als sicher anzusehen, schließlich stirbt man dort nicht signifikant schlechter deswegen oder schneller als hier.
Aber die Ärzte und Krankenhäuser haben gelernt auf der Klaviatur des hinhaltenden Widerstands zu spielen, und sie hinterlassen nicht einmal Fingerabdrücke. Denn es gibt interessierte Gesunde und Junge, die mit vorgeblichem Datenschutzinteresse auch aus Patientensicht jede vernünftige Vorbereitung auf kommende Zeiten behindern.
Wenn sich allerdings Microsoft, Google und Siemens der Sache annehmen, dann werden wir auch gegen solche Widerstände (und mit erhbelich geringerem Datenschutz als möglich) bald jede Menge Angebote auf dem Markt haben. Die Vorteile werden dann allerdings eher in den Taschen gieriger altbekannter Player landen denn bei Patientinnen und Patienten. Was deren Vorteil denn sein könnte? Na, zum Beispiel könnte man mit eingespartem Geld heute überhaupt nicht mehr ohne Privatbelastung angebotene Leistungen erbringen. (Zur Studie)
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