Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
6 Jun
Das günstigste stationäre Lesegerät kostet nach Herstellerangaben 344 Euro. Als Pauschale erhalten die Praxen in Nordrhein 430 Euro. Die Differenz von 86 Euro behält die Praxis.
Die ersten Anträge auf Erstattung der Kosten für eGK-Lesegeräte gehen ein
Da darf man schon fragen ob es sich um eine versteckte Subvention handelt oder die Verhandler der Gesetzlichen Krankenkassen schlicht nicht richtig mit Versichrtengeldern umgehen können.
Auch der Bundesdatenschutzbeauftrage Peter Schaar sieht Vorteile beim Einsatz der eGK: „Die derzeitige Versichertenkarte ist schlechter abgesichert als die eGK.“
So isses, aber das wird von den Fundamentalisten der Datenschutzfraktion genausowenig zur Kenntnis genommen werden wie die Notwendigkeit den Missbrauch des Gesundheitssystems endlich wirksam zu bekämpfen, damit nötige Leistungen weiter bezahlt werden können. Damit meine ich: wir brauchen Beitragspflicht für alle Einkommen, der Besitzer von Mietskasernen darf sich nicht mehr neben Millionenmieten beitragsfrei noch mit einem fingierten 400-Euro-Job alle Vorteile der GKV abgreifen, der 40-köpfige Verwandschaft des Imbissbudenbesitzers darf nicht mehr mit solchen Minijobs die ganze Familie absichern zu Lasten der Versichertengemeinschaft. Und Ärztehopping gehört eben auch einmal gründlich aufgedeckt und dann unterbunden oder privat bezahlt.
4 Antworten zu "Kosten für eGK-Lesegeräte"
Ärztehopping muss aber dann sein, wenn man keinen geeigneten Doc findet, der einem weiterhilft!
Deshalb möchte ich das auch erst einmal durch Nutzung der Routinedaten für Qualitätssicherung sowie Schaffen der dazugehörigen leistungserbringerbezogenen Transparenz aufdecken. Dann sind die nächsten Schritte zu planen.
Um das Ärztehopping zu unterbinden, braucht man keine elektronische Karte. Ein ganz einfacher Krankenschein (einer pro Quartal und nicht mehr!) reicht völlig aus.
(Jetzt wo es ja schon die Versichertenkarte gibt, würde auch ein ganz klitzekleines Krankenscheinchen ausreichen…:-) )
Das mit dem Krankenschein hatten wir schon mal, hat nicht funktioniert. Und außerdem ist heute elektronisch, da kehren wir doch nicht zum Handgeschriebenen, das zudem viel unnütze Geldverschwendung bei KVen und GKV und Ärzten und Apotheken bedeutet, zurück. Ich setze übrigens auf ein Bündel von Maßnahmen, die Probleme sind so kompliziert, da helfen schon lange keine einfachen Einzellösungen mehr.
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