Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
11 Dez
Apple gewährt ein Jahr Garantie. Soweit in Ordnung, das ist freiwillig. Aber wenn nach weniger als 2 Jahren ein Defekt auftaucht, zum Beispiel ein fehlerhaftes Display, grieselig vertikaler Streifen bei einem MacBookPro 17 Zoll, dann wollen die sich drücken vor einer Regulierung zu ihren Lasten. Sie wollen, dass der Kunde mehrfach einen autorisierten Händler oder Service-Stützpunkt aufsucht, dieses und jenes ausfüllt, auf jeden Fall bestreiten sie ohne nähere Prüfung ihre Pflicht nach dem Gesetz und verweisen den Kunden auf von ihm zu zahlende Sachverständige.
Das ist ziemlich mies gegenüber einem Kunden mit mehreren Rechnern, Pods und Phones. Das ist darüber hinaus auch dämlich so kurz vor Weihnachten. Denn jetzt ist dieses niedliche MacBook Air von der Liste verschwunden, einfach so, es wird nicht gekauft werden. Und mittelfristig steige ich wieder auf die preiswerteren Rechner anderer Hersteller um (mittelfristig, weil ja auch die Software umgestellt werden muss und ich dafür die Update-Phasen nutzen werde).
„Legal, illegal, scheißegal”, aber ich frage mich schon, ob sich wirklich heute die Kunden alles gefallen lassen. Schauen wir doch nächstes Jahr mal nach den Wachstumszahlen, vielleicht fehlt dann bereits etwas und das Nachdenken bei solch arrogantem „Service” hat eingesetzt.
5 Antworten zu "Apple duckt sich unter gesetzlichen Vorschriften weg"
habe ich das richtig verstanden? Ist Bill Gates jetzt das kleinere Übel?
Bei MS brauche ich ja keine Garantie, da kann ich an Hardware kaufen was immer ich will. Der Service von Apple, vielleicht nur Apple Deutschland, ist so grottig wie die Kisten hübsch sind. Vielleicht ist es die Servicewüste, vielleicht nur schlechte Ausbildung, vielleicht böse Absicht. Auf jeden Fall ist es ärgerlich genug kein Geld bei dem Laden auszugeben.
Ich verstehe irgendwie nicht, was Du sagen willst. Der gesetzliche Gewährleistungsanspruch besteht nicht gegen den Hersteller, sondern gegen den Einzelhändler, von dem Du das Produkt gekauft hast. Oder redest Du von einem Einkauf direkt im AppleStore?
Den Gewährleistungsanspruch kenne ich und Apple hat an mich verkauft und duckt sich nun weg. Was ist daran nicht zu verstehen? Ich kaufe dieses Jahr nichts bei dem Anbieter und seinen Händlern. Meine Freiheit: ich entscheide Ort und Grund meiner Ausgaben. Canon darf sich freuen.
“,Legal, illegal, scheißegal’, aber ich frage mich schon, ob sich wirklich heute die Kunden alles gefallen lassen. Schauen wir doch nächstes Jahr mal nach den Wachstumszahlen, vielleicht fehlt dann bereits etwas und das Nachdenken bei solch arrogantem „Service” hat eingesetzt.”
Genau. Schau mal hier, was Unternehmen – ob deutsche oder andere – so von Service verstehen. Ist mittlerweile ein Stilmittel zur Abwehr von berechtigten Forderungen:
http://www.thilo-baum.de/lounge/buchtipps/business-book-of-horror/
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