Bei über 60 Implantatherstellern und ca 130 Implantatypen, einem schier unübersehbaren und damit letztlich nicht einsehbaren Markt, könne vermutlich kaum ein Anwender von sich behaupten, das „richtige, das eventuell beste, beständigste, sicherste, einfachste, vielleicht auch günstigste Implantat zu verwenden.“ Die großen Fragen heute seien: „Worauf stützen sich diese Aussagen? Auf Messegeflüster oder Messegeschrei, auf eigene Erprobungen in unserer vielleicht kleinen Praxis – oder gar auf wissenschaftliche Studien? Und dann: Wie sehen diese Studien denn aus, wo wurden sie gemacht? Und wir müssen auch nachfragen dürfen: Von wem wurden sie finanziert?“’ Die Implantologie habe viele Sonnenseiten sowohl für die Patienten als auch für die Behandler, aber sie sei nicht perfekt, und zunehmend habe er den Eindruck, dass „Sicherheitsschrauben angezogen werden müssen.“

12. DGI-BBI-Jahrestagung: Kritische Töne gegenüber der Implantat-Industrie

Der Stationären Aufnahme verdanke ich einen Hinweis auf die 12. Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für Implantologie, Landesverband Berlin-Brandenburg am 01.03.08 in Potsdam. Man muss diese Methode nicht so kritisch sehen, aber wenn es keine Beweise für deren Nützlichkeit in Relation zu den erheblichen Kosten gibt ist es richtig, dass die Gesetzliche Krankenversicherung das nicht zu Lasten aller Versicherten bezahlt. Ob es richtig ist, dass viele Zahnärzte dies dann ihren gut betuchten Patienten als privat zu zahlende Bestleistung anbieten ist eine sehr richtige und wichtige Frage. Reich sein führt nicht unbedingt zu besserer Behandlung.