Vertragsärzte können künftig Hilfeleistungen über Ziffern des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes abrechnen, die sie zwar anordnen, aber eine andere Person bei einem Hausbesuch erbringt.

Deutsches Ärzteblatt

Sachen abrechnen, die man überhaupt nicht selber gemacht hat noch machen kann, das ist ja wie im Schlaraffenland. Die einschlägigen Verdächtigen sind dann auch zufrieden, sehen aber tatsächlich die Gefahr, dass die Schwestern dann irgendwann auch noch tatsächlich selber Geld für die von ihnen erbrachten Leistungen würden verlangen wollen, das wäre dann natürlich übel. Aber eins ist erreicht: endlich können Ärzte mehr Stunden pro Tag abrechnen als der überhaupt Stunden hat. Glückwunsch dazu von dieser Stelle!

Und die Koalition? Auch Glückwunsch! Ihr demontiert Euch selber in einer Art, dass es ein Vergnügen ist dabei zuzusehen. Vergesst nicht Euch zu wundern über Politikverdrossenheit, geringe Wahlbeteiligung, Steuerfluchten nach irgendwo … könnt Ihr nicht auch endlich wieder die Pleiteschiffe einführen zum Steuersparen für Ärzte? Das war doch damals die Hauptnutzergruppe, oder? Ach ja, die angestellten Ärzte und die noch nicht niedergelassenen Ärzte habt Ihr wieder mal draußen im Regen stehen lassen. Vergesst bitte nicht mitzuteilen, dass es die Standesvertretungen und der Hartmannbund waren, die das von Euch verlangt haben.