Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
16 Nov
Wie berichtet, könnten sich Selbstmorde unter dem Einfluss des Raucherentwöhnungsmedikaments Champix zu einem Problem für Pfizer entwickeln. Deshalb wären eventuelle Suizidfälle bereits in den klinischen Studien mit wenigen tausend Patienten äußerst kritisch zu bewerten. Und genau in diesem Punkt finden sich bemerkenswerte Diskrepanzen in den von Pfizer veröffentlichten Informationen.
BooCompany +++ Champix: Selbstmord oder nicht Selbstmord, das ist hier die Frage +++
Dass tote Patienten nicht mehr von Komplikationen berichten ist wirklich richtig. Daraus zu folgern und berichten, dass es keine Patientenbeschwerden gebe, wäre doch mindestens seltsam.
Als ich die Werbematerialien von „start social“ erhielt wirkte trotz einer Schirmherrschaft der Kanzlerin und warmen Empfehlungen der ACHSE das auf allen Papieren prominent (geradezu aufdringlich) plazierte Pfizer-Logo auf mich abstoßend. Aber beim Patientendialog dieser Firma sind sehr viele Selbsthilfeverbände gerne dabei.
14 Antworten zu "Champix: Pfizer im Zwielicht"
habe am 30, märz 2007 mit einer rauchentwönung mit champix angefangen, war einer der ersten patienten in österreich die dieses mittel bekommen haben. bereits am 13, april 2007 wurde ich von mehreren polizisten und sanitätern von einer 20m hohen autobahnbrücke gezogen, und verbrachte anschließend 3 monate in der psychatrie.
also frage ich mich, wenn diese wirkung von champix bekannt ist, wieso darf es nacher von ärzten verteilt werden? damit man als nichtraucher stirbt???
Ich habe Kontakt zu einer Fernsehredaktion, die sich für solche Fälle interessiert. Wenn Sie möchten, stelle ich den Kontakt gerne her. (mail an hockeystick at hush punkt com)
pardon: hockeystick at hush punkt ai
Entschuldigung.
Ohne die Unterstützung solcher Unternehmen wären diese und ähnliche Wettbewerbe (start social) kaum möglich, da nicht finanzierbar. Außerdem ist Tatsache, dass eine Raucherentwöhnung (Entzug!!!) Menschen in persönliche Unsicherheit und Verwirrung stürzen kann. Wir sprechen hier über Drogen, wenn auch legal, die keine Zuckerbonsche sind.
Aber Torsten, wie naiv muss man sein, wenn man einer Firma mit solchem Handeln irgendeine Art von akzeptablem Gutmenschentum unterstellen will? Die wollen sich Sympathie kaufen, bei Ihnen mag es gelingen, bei mir nie wieder. Und wer ein Freund von Pfizer ist kann zu meinen Freunden nicht gehören. Lesen Sie mal weiter, z.B. bei http://gesundheit.blogger.de/stories/980351/
Ich habe auch nicht gesagt, dass ich zu Ihren Freunden gehören möchte. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die öffentliche Hand, respektive die Bürger nicht in der Lage sind, bzw. nicht willens sind, Geld für soziale Belange aufzubringen. Wer das glaubt, der ist mindestens ebenso naiv. Und von Gutmenschentum habe ich auch nicht gesprochen.
Ach Torsten, das Verniedlichen von Dealern, auch wenn sie unter dem Schutz des Gesetzgebers stehen, ist doch nun wirklich hier nicht am Platz. Wenn Sie es so genau nehmen: habe ich behauptet, dass Sie es je in meine Freundesriege geschafft hätten oder das wollten? Sie haben aber das Propagandaprojekt „start social“ erwähnt und es auch noch einen „Wettbewerb“ genannt. Das hat es nicht verdient. Und Ihre Behauptung, dass „die Bürger“ nicht in der Lage oder nicht Willens seien Geld für soziale Belange aufzubringen, das ist unbelegt und nachweislich Unsinn.
Ich habe am 18. Jan. 08 mit dem CHAMPIX Programm angefangen. Ich hatte mit meinem Arzt vorher ueber die Suizied Faelle in den USA gesprochen. Seine Aussage:
Das Praeparat gibt es schon, bevor es die Tablette “Champix” gab. Es wurde als Antidepresiva eingesetzt, hatte aber nie den gewuenschten Erfolg erbracht.
Er koenne sich dadurch gut vorstellen wenn Leute neben einem Antidepressivum auch noch Champix” einnehmen, dass das zu fatalen psychischen Stoerungen fuehren kann.
Ich denke, da verwechselt der Arzt Champix mit Zyban. Das zur Raucherentwöhung zugelassene Zyban enthält den Wirkstoff Bupropion, der zur Gruppe der atypischen Antidepressiva gehört.
ich habe mitte februar mit dem champix programm begonnen und bin einerseits positiv – andererseits negativ überrascht. die wirkung ist, ohne zweifel, schon in den ersten tagen zu spüren – die nebenwirkungen leider auch. gereizt-depressiv muss ich täglich meine grauen zellen sortieren. trotzdem – ohne c. und zigaretten wäre ich sicher auch etwas “unzufrieden”…
wir werden sehn – ich wünsche mir auf jeden fall viel erfolg!
Ich habe letztes Jahr Champix zur Raucherentwöhnung genommen….hatte vorher meinen Neurologen gefragt, ob sich das mit meinem Medikament verträgt, dass ich schon jahrelang einnehme….Seinerseits wurden keine Bedenken geäußert….
Mir ging es während der Einnahmezeit supergut und ich habe auch mit dem Rauchen aufgehört, aber nach dem Absetzen begannen die Schwierigkeiten, Depressionenm, Angst….das volle Programm. Mein Langzeit-medikament wirkte nicht mehr und ich habe bis heute zu tun mit Medi-umstellung….im letzten Jahr war das 5 mal passiert. Und ich frage mich, wie das mein Körper überhaupt aushält…Jedenfalls rate ich dringend ab, Champix zu nehmen, wenn man psychisch Schwierigkeiten hat…..
Ich habe schon etliche Versuche gemacht, mit dem Rauchen endlich aufzuhören (Hypnose, Akkupunktur, etc.) – im Nachhinein viel Geld zum Fenster rausgeschmissen!
Jetzt habe ich von Champix gehört und alles im Net gelesen, was ich finden konnte (ziemlich viel!) – danke an Musikus für seinen letzten Satz!
Ich denke, dass ich von Champix besser die Finger lasse, da ich gelegentlich psychisch mit Panikattacken und Angstzuständen zu tun habe und ein starkes Medikament dagegen einnehmen muss.
Champix scheint wirklich nur was für Menschen mit starken Nerven zu sein, die keine psychischen Probleme haben!
Ich war über 30 Jahre Raucher, 30 bis 40 Zigaretten täglch. Aller Versuche aufzuhören sind gescheitert.
Dann habe ich Champix probiert, mich genau an die Anweisung gehalten. Die ersten Tage waren schlimm, am 3. Tag habe ich aufgehört zu rauchen. Es ging ziemlich leicht, mein Verlangen nach Nikotin hatte ich sofort im Griff, eigentlich erstaunlich.
Nach 14 Tagen habe ich begonnen abends keine Tablette zu nehmen. Wenn ich abends ausging brauchte ich die Tablette aber noch.
Nach 9 Wochen ging es ohne Tabletten.
Seitdem sind nun 18 Monate vergangen und ich bin immer noch N i c h t r a u c h e r !!!
Zu den psychischen Problemen folgendes:
Die ersten 14 Tage hatte ich Hitzewallungen, unkontrolliertes Herzrasen und hatte morgens Probleme meine Träume zu verarbeiten. Traqum und Realität waren nicht immer klar zu unterscheiden.
Nach 14 Tagen waren alle Probleme aber weg.
35 Jahre 20-40 Gitanes ohne täglich, anlässlich einer OP drei Tage nicht geraucht und beschlossen es für immer sein zu lassen. Das war es. Ich weiß schon wovon ich schreibe oder rede. Und das nicht bei Pfizer ausgegebene Geld, zusammen mit dem nicht in Rauch aufgegangenen Summen, habe ich sinnvoll und mit Lust ausgegeben.