Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
10 Nov
Die in Fachkreisen gefürchtete (?), aber auf jeden Fall gut bekannte Abkürzung steht für das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. Gestern wurde es drei Jahre alt. Dreijährige können laufen. Ulla Schmidt: „Das IQWiG setzt sich erfolgreich für die Anliegen der Versicherten und Patienten ein. Es trägt maßgeblich dazu bei, dass unser Gesundheitssystem für alle bezahlbar und damit leistungsfähig bleibt.“ Über das “maßgeblich” kann man unterschiedlicher Meinung sein, die Überschrift der Presseerklärung unserer Gesundheitsministerin ist jedoch mehr als mutig: „Drei Jahre IQWiG – Mehr Qualität und Transparenz“. Denn ein Mehr an Transparenz kann ich nirgends feststellen. Und vor allem: eine den Namen auch verdienende Patientenbeteiligung dort gibt es nicht. Das Modell des Instituts mit einer tragenden Stiftung taugt insoweit nur als abschreckendes Beispiel. Aber nachträglich: alles Gute zum Geburtstag. Und vielleicht kann der Chef ja doch einmal eine operativen/diskursiven Patientenbeteiligung etwas abgewinnen. Seine Bedenken dagegen jedenfalls sind so dünn wie die Zahl der evidenzbasierten Verfahren in der Medizin gering ist.
Dein Kommentar: