Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
9 Aug
Spontan fiel mir beim Zuhören und -schauen heute abend (Kontraste, im Ersten) nur eine Frage ein: «Wieviel haben die Ärzte der Redaktion für diesen einseitigen Marketingbeitrag gegen Heilpraktiker und für Ärzte bezahlt?» Heilpraktiker kann in Deutschland jeder werden, nur ein wenig Basiswissen und Hauptschulabschluss, und dann darf man tun und lassen was man will, niemand kann es kontrollieren, niemand kann Scharlatanen das Handwerk legen. Die Ärzte dagegen, reinste Pflichterfüllung unter minutiöser Kontrolle, jeder Fehler wird streng bestraft.
Kein Wort über Ärztepfusch, kein Wort über die vor Ärzten abzulegende Prüfung eines jeden Heilpraktikers, kein Wort über die den Ärzten vorbehaltenen Bereiche der Medizin, kein Wort über den Anteil von Ärzten und den von Heilpraktikern am Gesundheitswesen (und natürlich auch am Pfusch). Ja, «Qualitätsjournalismus» auf niedrigstem Niveau. Jetzt ist das Erste nicht mehr von SAT1 zu unterscheiden, Sendungen für Idioten, tagsüber und spät. Vielleicht ist es an der Zeit die Flimmerkiste abzuschalten, ganz.
4 Antworten zu "Kontraste über Medizin"
Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele.
Fersehen von Dummen für Dumme.
Ehrlich, und die haben nicht einen Arzt gefunden, der dort gerne über seine homöopatische Zusatzausbildung und die Qualifikation zum Heilpraktiker sprechen wollte, konnte äh durfte?
Die hätten mehr als einen Arzt finden können. Aber mir geht es noch nicht mal um die inhaltliche Bewertung von alternativen Methoden und Mitteln, da habe ich eine sehr differenzierte Meinung zu, die nicht unbedingt jedem Homöopathen immer gefallen dürfte, mir ging es um den hundsmiserablen Journalismus auf niederem Niveau in einer durch Gebühren finanzierten Sendung. Das war ein Kollektivpranger, sowas ist Mist.
Nee, die inhaltliche Bewertung sollte ja auch im guten Journalismus dem Zuschauer überlassen werden. Mir war schon klar, was Du meintest. ,-)
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