Spontan fiel mir beim Zuhören und -schauen heute abend (Kontraste, im Ersten) nur eine Frage ein: «Wieviel haben die Ärzte der Redaktion für diesen einseitigen Marketingbeitrag gegen Heilpraktiker und für Ärzte bezahlt?» Heilpraktiker kann in Deutschland jeder werden, nur ein wenig Basiswissen und Hauptschulabschluss, und dann darf man tun und lassen was man will, niemand kann es kontrollieren, niemand kann Scharlatanen das Handwerk legen. Die Ärzte dagegen, reinste Pflichterfüllung unter minutiöser Kontrolle, jeder Fehler wird streng bestraft.

Kein Wort über Ärztepfusch, kein Wort über die vor Ärzten abzulegende Prüfung eines jeden Heilpraktikers, kein Wort über die den Ärzten vorbehaltenen Bereiche der Medizin, kein Wort über den Anteil von Ärzten und den von Heilpraktikern am Gesundheitswesen (und natürlich auch am Pfusch). Ja, «Qualitätsjournalismus» auf niedrigstem Niveau. Jetzt ist das Erste nicht mehr von SAT1 zu unterscheiden, Sendungen für Idioten, tagsüber und spät. Vielleicht ist es an der Zeit die Flimmerkiste abzuschalten, ganz.