«Hände weg vom Streikrecht», das wäre ein deutlicher Ruf aus der Politik an die subalternen Gerichte, die derzeit vom Chef der Deutschen Bahn AG missbräuchlich angerufen werden. Wenn auch die größeren Gewerkschaften ein elendes Bild abgeben und sich ausgesprochen dämlich verhalten: das Streikrecht antastbar zu erklären wäre aus meiner Sicht das Ende des demokratischen Rechtsstaats für Arbeitnehmer, dann wären sie der Arbeitgeberwillkür vollends ausgesetzt.

xwolf setzt sich mit Mathematik aus Arbeitnehmersicht auseinander. 31% findet er bei der mäßigen Ausgangslage nicht zuviel, nicht einmal viel. Ich fürchte, dass er nicht alle Zahlen wirklich kennt. Denn seine Vermutung, dass eine Einschränkung der Vorstandsgehälter auf das, was eben dieser Vorstand bei seinen Arbeitnehmern für angemessen hält, mehr sparte als die Lokführerforderung kostete, dürfte nicht stimmen. Dazu gibt es wohl einfach zuwenig Vorstände und zuviel Lokführer.

Ich bin zur Zeit gesundheitlich auf die Bahn angewiesen. Alle Termine diese Woche habe ich abgesagt. Und wenn die Lokführer so schlecht bezahlt werden überlege ich mir sowieso noch einmal, ob Bahnfahren wirklich richtig ist. Es geht ja auch anders.