Am 07.07. schnell aus dem Krankenhaus raus, ein paar Tage daheim sind nötig. Erst jetzt wieder nachts auch geschlafen. Krankenhaus macht mich unsicher, dann lebe ich mit dem Hörrohr im Ohr, sowas geht mal ein paar Tage, aber dann brauche ich auch mal wieder Schlaf. Am 11. ganz gemütlich nach Bonn bringen lassen, dort am 12. die Abschlussuntersuchung der 2. Reparatur der Gallen-OP von 2005. «Alles ganz prima», meint der Arzt. Gut so, der Rest braucht Zeit. Und es ist immer noch schön wenn der Schmerz nachlässt.

Folgend ein Frühstücksbuffet im Hotel. Keine Fotos vom Zimmer. Das ging zur B9. Unglaublich wie laut so eine vielbefahrene innerstädtische Bundesstraße auch in der Nacht sein kann. Nie wieder. Und ja, das Frühstücksbuffet war auch nicht so doll. Wie rechtfertigt der Laden seine nicht ganz niedrigen Preise? Er fragt beim Abschied nicht einmal ob es gefallen habe.

Dann einen Freund zu Grabe begleitet. Einen guten Freund. Nicht nur für mich. Sonst wären nicht soviel Menschen gekommen. Die Trauerrede der Pfarrerin erinnerte mich an das Buch von Hape Kerkeling über seinen Jakobsweg. Gott wirft die Menschen in die Luft und wunderbar ist er zur Stelle sie irgendwann einfach wieder aufzufangen. Ein tröstliches Bild für alle, die daran glauben können.

Die Rückfahrt wird auch zur Meditation. Wie kann man mit so wenigen Bauarbeitern soviele Kilometer Autobahn absperren, notspurig machen, soviele Kilometer Stau provozieren? Erstaunlich. Wenn alle Sattelschlepperschauffeure auf den Baustellen hätten arbeiten müssen … aber was soll’s? Irgendwann wieder hier. Nichts hat sich wirklich geändert. Jetzt geht das Leben weiter.