Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
5 Jan
Ist etwa ein Ansatz von Geschwätzigkeit in so kurzer Folge im Blog zu schreiben? Muss ich mal untersuchen. Bei meinem ersten Serienmordartikel habe ich ein wenig arg persönlich angefangen und will deshalb hier mit ein wenig Theorie (es ist wirklich nur wenig) nachlegen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Menge von durchgeführten Behandlungen in einem Krankenhaus mit der Qualität der Ergebnisse derselben? Behauptet wird so ein Zusammenhang gerne von Politikerinnen. Die Mindestmenge (Vorschrift, nach der ein Krankenhaus eine Maßnahme nur abrechnen darf, wenn eine bestimmte Menge von Behandlungsfällen pro Jahr erreicht wird) ist Ergebnis der Politikervorliebe. Reaktion der Selbstverwaltungen ist, dass die Zahl so festgelegt wird, dass auch wirklich jede Provinzklitsche Einrichtung sie überschreitet, also überhaupt keine Wirkung entfaltet wird. Und hier nun der Versuch einer wissenschaftlichen Antwort auf die Frage nach der Mindestmenge.
Pflegepersonal (und Ärzte) argumentieren ja auch gerne damit, dass eine gewisse Anzahl von ihnen in den Krankenhäusern erforderlich sei um Patienten gesund zu machen. Oder umgekehrt: wenn sie zuviel arbeiten müssten würden Patienten nicht gesund, zumindest nicht so gesund, wie sie es würden, wenn es mehr von ihnen (den Pflegenden und den Ärzten) gebe. Habe ich es verstanden die Frage zu vernebeln? Dann ist gut. An Ärzte trauen wir uns erst mal nicht ran (wo kämen wir denn da hin?). Aber die Krankenschwestern haben keine Ehrenwerte Gesellschaft zum Schutz ihrer Interessen, da hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit sich einmal mit befasst und kommt zu keinem Ergebnis (geradezu weise). Ich wage die Voraussage nach tiefem Blick in meine Glaskugel: es gibt keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Zahl der Ärzte und Pflegenden und der Qualität ihrer Arbeit oder der Lebensqualität der von ihnen Bearbeiteten. Man muss halt die Fragen immer nur genug verschwurbeln, die Untersuchungsobjekte unvergleichbar genug halten, dann können wir schon zur eindeutigen Forderung eines “weiter so” kommen.
Also wieder zwei Kriterien raus bei der Frage: in welches Krankenhaus gehe ich denn nun am besten? Denn die Antwort muss lauten: es kommt darauf an.
Eine Antwort zu "Krankenhaus aussuchen II"
[...] Von meiner Katarakt-Operation in einer wunderbaren Berliner Spezialklinik für ambulante Augenoperationen habe ich bereits hier berichtet. Dass die Geschichte damit noch nicht abschließend erzählt war ließ sich erahnen. Und das kam so: [...]
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