Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
7 Dez
Deutschlands führender Arzt, der Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Andreas Köhler, instrumentalisiert die Gremien der organisierten Ärzteschaft gegen einen gewählten Volksvertreter: der bei fast allen Ärzten verhasste Professor Karl Lauterbach soll (gemeinsam mit “Konsorten”) kalt gestellt werden. Angeblich berichtet das die Süddeutsche Zeitung schon am 01.12.06, ich lese es gerade bei kma-news.
Kann irgendein Arzt denn noch glauben, dass irgendein zivilisierter Demokrat ihm zuhört, solange solche Standesvertreter des Ton der Verhandlungen bestimmen? Mir kommt spontan in den Sinn, dass Ärzte doch auf Notwehr plädieren könnten wenn sie die Anwender solcher Methoden (die nach meiner Ansicht vom Staatsschutz bearbeitet gehören!) aus ihren Ämtern jagden. Und ich verstehe nicht was es bedeutet, dass das Bundesgesundheitsministerium eine Rechtsaufsicht über diese Körperschaft Öffentlichen Rechts ausübt.
Ehe es zu Missverständnissen kommt: aus meiner Sicht es unvertretbar, dass der Professor im Aufsichtsrat einer großen Privatklinik-Eignerin sitzt, somit höchstwahrscheinlich besonderen persönlichen finanziellen Nutzen aus seinem politischen Handeln ziehen kann. Ich finde das hat ein “Geschmäckle”. Dass dort auch ver.di Funktionäre und mit Brigitte Mohn auch Bertelsmann und damit die Großindustrie am Tische sitzen ist keine Entschuldigung, es verrät eher etwas über die Verflechtungen auch bei den anderen Interessengruppen in diesem Spiel. Wenn diese Aktiengesellschaft übrigens ca. 6% Rendite mit Kliniken erwirtschaftet: wo und wie hoch ist denn die Rendite der anderen Träger? Warum jammern die denn so über Kürzungen, verraten aber nicht, was sie so verdienen?
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