Das «Bodenpersonal» macht dem lieben Gott nicht immer nur Freude: mal wird ein Stellvertreter bei schmuddeligen Aktionen mit Kindern erwischt, mal greift einer in die Kirchenkasse. Aber jetzt schlägt es dem Fass wirklich den Boden aus: «Selbst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ reibt sich in ihrer Mittwoch-Beilage „Natur und Wissenschaft“ die Augen. „Großzügiger“ hätte der „bischöfliche Segen nicht ausfallen können“ spottet das Blatt, und hält genüsslich fest, dass die Wissenschaft mit „so viel Entgegenkommen“ gar nicht gerechnet habe. Denn durch den von Huber vorgeschlagenen neuen Stichtag, den 31. Dezember 2005, erhielten die Forscher in Deutschland Zugang zu nahezu allen der derzeit 380 weltweit verfügbaren neueren embryonalen Stammzelllinien. Weiß man, dass für die meisten dieser Linien jeweils hunderte Embryonen ihr Leben lassen mussten, mag man von Ethik nicht mehr sprechen. In dem DFG-Papier findet die sich denn auch gleich sorgfältig entsorgt. Laut wird dort etwa über neue Definitionen des Embryos nachgedacht und selbst das vom Bundestag geächtete Klonen von Embryonen zu Forschungszwecken wird wieder angepriesen.» Die Tagespost

Es fällt mir schwer in dem Zusammenhang wirklich nur das völlige ethisch-moralische Versagen eines Mitglieds der Bodenmannschaft zu sehen, immerhin hat der Mann studiert, führt einen Professorentitel und war jahrelang scharf hinter seinem jetzigen Posten als Oberhirte der Evangelischen her. Bisher hatte jeder Bischof meinen Respekt, wenn nicht persönlich, so doch sein Amt. Das ist jetzt vorbei. Danke, Professor Huber. Deutlicher hätten Sie mir nicht mitteilen können, was meine Kirche vom Schutz menschlichen Lebens wirklich hält.