In einer Petition wendet sich eine Vertreterin dieser Berufsgruppe an den Bundestag, nicht ohne alle Bekannten und Verwandten zu bitten den Text soweit wie möglich, am besten an alle diesen bekannte oder verwandte Personen und Stellen zu verbreiten. So erreichte der Text auch mich. Statt nun alle meine Bekannten … damit zu belästigen stelle ich meine Antwort hier vor:

«Sie verstehen sicherlich, dass die Honorierung ärztlicher Leistungen nicht oberste Priorität bei unserer Arbeit als Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen hat. Ich verstehe Ihr Anliegen.

Allerdings ist mir das ärztliche Gewissen und die Freiberuflichkeit nicht genügend Garantie für qualitativ akzeptable Leistungen. Wenn weiter ohne wirksame, und das heißt aus meiner Sicht auch schmerzhafte(!), Qualitätssicherung gearbeitet wird, dann wird weiter jedes Jahr eine unnötig große Zahl von Patienten durch ärztliche Fehlbehandlung geschädigt.

Und wenn ich mir ansehe, was Ihre Standesvertretung an Qualitätssicherung mehr verhindert als ermöglicht, wie die gebotene Transparenz gar oft behindert wird, dann bin ich der Meinung, dass zwar eventuell ein einzelner Arzt meine Solidarität verdient, keinesfalls aber die organisierte Ärzteschaft.

Das Sachleistungsprinzip hat bisher zu einem hohen Niveau der medizinischen Versorgung beigetragen. Es wurde von Ärzten und Krankenkassen gemeinsam eingeführt und von Ärzten alleine bestimmt (ohne Arztunterschrift gab es nichts!). Wenn Ihre Berufsgruppe jetzt auf einmal etwas anderes will, dann bedarf das einer erheblich tiefgehenderen Begründung.»