Die Viszeralchirurgie, speziell die Operationen an der Galle (meist zwecks deren Entfernung) kann eigentlich aus der Überwachung durch das geregelte Verfahren der stationären Qualitätssicherung herausgenommen werden. Da ist ja alles so prima.

Mir wurde diese Blase am 02.12.2005 entfernt. Ziemlich notfallmäßig war ich am 30.11. ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert worden. “Unklarer Bauch”, was man halt erst mal so feststellt. Ziemlich schnell war die Diagnose klar: “heiße Galle”. Und nun “raus damit”. Aufklärung durch den Operateur: “Das macht bei uns der Pförtner.” Sollte heißen: da passiert nix, brauchen wir nicht drüber zu schwätzen, machen wir schon. Narkoseaufklärung: “Was? Sie haben ja noch nix ausgefüllt.” “Ich kann das nicht lesen, zu klein gedruckt.” “Aber unterschreiben können Sie doch?”.

Ich lag den ganzen Tag im Aufwachraum, die Narkose war wohl was tief, noch heute kann ich nicht mehr richtig reden, d.h. laut genug für einen Saal sprechen. Stimmbänder halt verletzt. Kann vorkommen. Muss man vorher aufklären. Und beide Nasenlöcher waren tamponiert beim Aufwachen. Wohl vergessen, dass ich eine schwere Erkältung hatte. Schwamm drüber, man hätte sich halt nur entschuldigen können. Die Galle ist wohl wirklich raus, der Stein war bemerkenswert: 12 cm lang und 2 cm dick. So hatte es die Ultraschalluntersuchung auch vorher angesagt. Aber Chirurgen “behandeln ja keine Bilder”. Also musste ziemlich gewürgt werden bis das Ding raus war. Breites Loch.

Dann war wohl das Garn ausgegangen: jedenfalls habe ich einen Bauchdeckenbruch seitdem. Kann man reparieren, macht wohl auch der Pförtner. Aber nicht da, soviel ist sicher!

Ach ja: bin 3 Tage nach OP auf eigenes Risiko gegangen. Schwester stellte wieder mal falsche Medikamente zur falschen Zeit. Als sie dann noch frech wurde hat es mir gereicht.

Qualitätssicherung, d.h. Überwachung brauchen wir da nicht mehr. Mit den paar Kriterien hätte man die Fehler ja sowieso nicht bemerkt.