Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt
18 Aug
«Rheuma-Liga-Mitglieder erhalten einen Sonderrabatt auf apothekenpflichtige, nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel. Die Sanicare-Apotheke bietet zudem portofreien Versand und eine kostenlose 24-Stunden-Hotline.» In der Pressemeldung wird die Rheuma-Liga gleichzeitig als Deutschlands größte Selbsthilfeorganisation bezeichnet. Das sollten Journalisten mal unter zwei Gesichtspunkten recherchieren vor Nachdruck: handelt es sich wirklich um eine Selbsthilfeorganisation, d.h. haben auf allen Ebenen mehrheitlich Betroffene das Sagen? Und weiter: Ist die Rheuma-Liga in der Allianz Chronisch Seltener Erkrankungen vertreten? Wie passt hier die Größe der Organisation mit der angeblichen Seltenheit zusammen?
Grundsätzlich frage ich mich ob solche Verträge nicht die Unabhängigkeit von Selbsthilfe gefährden würden, d.h. wieviel Geld von einer Firma braucht es wohl um eine Patientenorganisation zu kaufen?
Eine Antwort zu "Rheuma-Liga und Pharmavertrieb"
Die Unabhängigkeit von Selbsthilfe sollte meines Erachtens unbedingt geachtet werden. Aber warum sollten Gelder von Unternehmen nicht dazu benutzt werden eine gute Sache voranzubringen. Ich bin der Meinung, dass dies durchaus möglich und sinnvoll ist. Oder bin ich da zu naiv? Voraussetzung ist selbstverständlich, dass man die eigenen Ziele dabei nicht aus den Augen verliert.
Die Rheuma-Liga ist in der Allianz chronisch seltener Krankheiten vertreten, da es Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gibt, die sehr selten vorkommen. Da macht es doch Sinn, dass die Rheuma-Liga hier auch verteten ist. Oder?
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