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Gesundheit(spolitik), Selbsthilfe und überhaupt

Der Staat stellt die Rahmenbedingungen und hält sich ansonsten aus dem Gesundheitssystem raus. Ein solches Konzept könnte zu weniger Bürokratie führen.

via Mehr Markt, weniger Staat – ist das die Lösung?.

… dass dieses »Cogito ergo sum«, »Ich denke, also bin ich«, zwar stimmt, aber dass das viel zu wenig ist. Die Würde und Größe eines Menschen setzen sich aus ganz anderen Dingen zusammen. …

via Maria Furtwängler und Ursula von der Leyen im Interview über die Demenz ihrer Väter – Seite 3 – Gesundheit.

Früher konnte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Arzneimittel aufgrund eines nicht belegten Nutzens von der Verordnung ausschließen. Seit dem Jahr 2010 ist dies durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) der amtierenden Koalition nur noch dann möglich, wenn ein Arzneimittel unzweckmäßig ist und der G-BA dies belegt.

via G-BA aktuell Nr. 02 – Juli 2013 – Gemeinsamer Bundesausschuss.

Wie der G-BA einmal “belegen” soll, dass etwas unzweckmäßig ist, bleibt für mich eine offene Frage. Und ob es wirklich sinnvoll ist einen Unnützlichkeitsnachweis zu fordern statt eines Nützlichkeitsnachweises des Herstellers, das ist für mich noch nicht einmal eine Frage: das ist aus meiner Sicht schlicht wirtschaftsfreundlicher Schwachsinn von politischen Heuschrecken.

Leseempfehlung. Man kann, darf (und aus meiner Sicht muss solange die DSO beteiligt und nicht reformiert an Grund und Gliedern ist) Zweifel haben, dass dieses Thema in den besten Händen ist.

habe mich in letz­ter Zeit in­ten­si­ver mit dem Thema „Or­gan­spen­de“ aus­ein­an­der­ge­setzt

via Who cares?.

Wenn ich mir die Verquickungen ansehe bin ich mir sicher: so besoffen kann ich nicht sein, dass ich dieser Mischpoke vertrauen könnte. Die alten Funktionäre müssen weg, vorher wird das nix. Und die Kassenlobby kümmert sich nicht genug bzw. mischt nur mit. Die müssen auch ausgetauscht werden.

“Entlastung sucht neuerdings auch der Chefarzt der Klinik für Nierenheilkunde, bis Oktober 2012 war er zugleich Geschäftsführender Vorstand des Transplantationszentrums am Rechts der Isar. Auch gegen ihn ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Zudem wächst in der Transplantationsszene der Unmut darüber, dass der Professor ausgerechnet in einer solchen Situation über Monate festhielt an Funktionärs-Posten bei der für die Organvergabe zuständigen Stiftung Eurotransplant (ET), bei der Bundesärztekammer sowie bei der Deutschen Transplantationsgesellschaft.”

http://www.taz.de/Organspendeskandal-in-Muenchen/!118207/

Blüten

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Nur damit nach der Wahl niemand sagen kann, er habe es nicht gewusst:

“Man kann Spahn eine gewisse Chuzpe bei seinen Talkshow-Auftritten nicht absprechen. Seine nassforsche und lautstarke Art vermittelt vielleicht sogar den Eindruck, es mit einem kritischen Kopf zu tun zu haben. Aber wenn man seinen Appellen genau zuhört wie bei Jauch (“Bitte nicht grundsätzlich das System in Frage stellen!”) oder wenn man seine Gesetzesinitiativen liest, bei denen er die Wünsche der Pharmaindustrie umsetzt, weiß man, dass er einer jener Politiker ist, die an den Missständen im Prinzip nichts ändern wollen.”

Quelle

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz muss geändert werden, das bringt Beschäftigte in prekäre Situationen. Die Bundesarbeitsministerin springt auf den Zug auf und sagt, wie schlimm alles ist. Aber eigentlich müsste sie klare Neuregelungen treffen, anstatt nur salbungsvolle Worte zu sprechen.

via Neue Vorwürfe gegen Amazon.

Man muss ja nicht nach Bayern reisen, kann selbst auf dem Weg in den Urlaub einen Umweg fahren.

Recht und Unrecht kann man nicht verwechseln? Welch ein Irrtum

via Gewalt bei Polizei in Bayern: Gefährlicher Polizisten-Bonus.

Nein, es geht hier diesmal nicht um die Forderung nach höheren Honoraren für am Hungertuch knabbernden Vertrags- oder Klinikoberärzten. Vielmehr handelt es sich um eine Festrede eines Ärztefunktionärs vor Berufseinsteigern:

… die Zuwendung zum Patien­ten müsse auch in einem von zunehmender Ökonomisierung geprägten Gesund­heits­wesen im Mittelpunkt der ärztlichen Tätigkeit stehen.

via Deutsches Ärzteblatt: Zuwendung zum Patienten Mittelpunkt der ärztlichen Tätigkeit.

Barbara Steffens ist, für alle die es noch nicht wissen, Gesundheitsministerin in NRW und gehört der Partei ‘Bündnis90/Die Grünen’ an.

Und dann werden ein paar Fragen zu den von der Ministerin in die Welt gesetzten “Erkenntnisse” gestellt. Sie entlarven den Unsinn.

via Die informierte Ministerin «.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen verteilen das Geld der Versicherten an die niedergelassenen Ärzte. Das sind jedes Jahr über 60 Milliarden Euro. Nur 2,5% der Gesamtsumme dient der Finanzierung ihrer Lobbyzentrale in Berlin. Aber damit haben es die Verantwortlichen womöglich nicht ganz so genau genommen.

Mehrere KV-Vorstände fordern, das Missmanagement der vergangenen Jahre endlich transparent zu machen. Die bisher bekannt gewordenen Verfehlungen seien nur der Anfang.

Aufschlussreich auch Inhalt und Ton der Leserbriefe.

via Ärzte-Lobby KBV: Rätselhafte Millionen-Buchung – SPIEGEL ONLINE.

Ein offenerer politischer Prozess erfordert von allen Beteiligten maximale Professionalität im Umgang miteinander. Davon kann bei den Piraten keine Rede sein. Im Gegenteil.

via Piratenpartei im Wahljahr: Querelen mit System – taz.de.

Was wir brauchen sind politische Forderungen: Erdnüsse für alle.

“Reformen müssen dahin gehen, mit der Ressource Arztzeit anders umzugehen.” Für dringend notwendig hält Amelung auch die Reform des ärztlichen Vergütungssystems. “Mit einem System, das kaum noch jemand versteht, kann man nicht steuern.”

via GKV-Wettbewerb: Wo sind die ganzen Ideen?.

Schon älter, aber immer noch und schon wieder aktuell. Daher Leseempfehlung. Der ewige Kampf von Ethik gegen Monethik.

Bekämpfung korruptiven Verhaltens

via Waschbärpower » Ärztliches Ethos.

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Kommentare

  • ute: Krass… aber das zeigt mal wieder, dass Polizisten auch keine Engel sind… traurig!
  • Wolf: Ist schon richtig. Aber sie können es nicht. Nicht in Regensburg, nicht in Göttingen. Und der Chef der DSO...
  • Dzeljadin: Ein Problem ist natürlich, dass die Ärztekammern tatsächlich mehr Einsicht in die Situation haben als...
  • Philipp: Keine Ahnung, ob ich bei dir überhaupt verlinkt war ;-) Aber falls ja bzw. falls du mich mit reinnehmen...
  • Marie Jakobs: MAFIÖSE ZUSTÄNDE IN DER ALTENPFLEGE. Wenn eine junge Frau einen 18-Jahre älteren Ehemann hat,der...